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Lymphknotenbefall in der Achselhöhle

Lymphknotenbefall in der Achselhöhle:

Der Zustand der Lymphknoten in der Achselhöhle (so genannter axillärer Lymphknotenstatus), d. h. ob und wie viele Lymphknoten von Tumorzellen befallen sind, ist der stärkste bekannte prognostischen Faktor für den wahrscheinlichen Verlauf einer Brustkrebserkrankung. Lymphknotenmetastasen sind dabei nicht gleichbedeutend mit einer metastasierten Brustkrebserkrankung. Dieser Begriff ist für das Vorliegen von Metastasen in entfernter Organen reserviert, und diese Situation ist bei der Erstdiagnose von Brustkrebs nur in wenigen Fällen gegeben. Der Befall von Achsellymphknoten wird als örtliche Ausbreitung des Tumors angesehen.  Je mehr Lymphknoten befallen sind, desto höher ist das Rückfallrisiko.


Man nimmt heute an, dass der Lymphknotenstatus sowohl Ausdruck des „Alters“ des Tumors als auch seines biologischen Verhaltens ist. Ein Lymphknotenbefall kann bei einem langsam wachsenden Tumor mit relativ geringer biologischer Aggressivität auftreten, wenn dieser zum Diagnosezeitpunkt schon eine beträchtliche Größe angenommen hat. Dies ist aber auch schon bei noch kleinen, aber biologisch aggressiven Tumoren möglich, deren Zellen eine starke Tendenz aufweisen, sich aus ihrem Gewebeverband zu lösen und in Lymphspalten einzubrechen. Unter Lymphknotenmetastasen versteht man Tumorzellnester, die schon eine messbare Größe erreicht haben. Die Bedeutung einzelner Tumorzellen in Lymphknoten, die sich nur mit speziellen, sehr feinen Methoden nachweisen lassen, ist noch nicht klar und wird im Rahmen von Studien untersucht. Ein solcher Befund wird derzeit nicht als Lymphknotenmetastase gewertet.

Verwendete Quellen:

Prof. Dr. med. Prof. h.c. Christof Sohn
Dr. med.
Florian Schütz


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