Symptome bei Heuschnupfen
Eine Pollenallergie wie Heuschnupfen erkennt man daran, dass die Beschwerden nur dann auftreten, wenn Pflanzen oder Bäume blühen und deren Pollen durch die Luft fliegen. Das übersensible
Immunsystem will die irrtümlich als gefährlich erkannten Eindringlinge so schnell wie möglich wieder loswerden und lässt dazu seine gesamte Abwehrmannschaft antreten: Sobald die Blütenpollen die Schleimhäute von
Nase und
Augen berührt haben, mobilisiert der Körper gegen das Fremdeiweiß gerichtete Antikörper. Sie sitzen auf den Mastzellen, speziellen weißen Blutkörperchen, die in allen Bindegeweben und auch in Schleimhäuten vorkommen. Diese Abwehrzellen setzen ihrerseits bestimmte Gewebshormone frei, darunter
Histamin, das zu den typischen Heuschnupfen-Beschwerden führt.
Heuschnupfen beginnt oft mit einem lästigen Jucken in den
Augen, als ob kleine Sandkörner hineingeraten wären. Das Auge reagiert mit verstärkter Tränenproduktion, die Bindehäute röten sich und bei besonders starker Reaktion schwellen sie auch an. Durch Augenreiben werden Rötung und Schwellung noch verstärkt. Für manche Menschen sind die Augensymptome schwerer zu ertragen als die fließende, jukkende
Nase. Heftiger Niesreiz mit Kaskaden von Niesattacken sind typisch für allergischen
Schnupfen. Die Niesanfälle können in schweren Fällen bis zur Erschöpfung führen. Die
Nase produziert im Unterschied zu einer Erkältung viel dünnflüssiges, klares
Sekret.
Heuschnupfen tritt immer zur selben Jahreszeit auf, besonders bei schönem Wetter. Bei Regen geht es den Patienten deutlich besser. Leider fliegen nach dem Regen oft besonders viele Pollen durch die Luft und alles beginnt wieder von vorn. Bei vielen Patienten werden die Heuschnupfen-Beschwerden mit den Jahren geringer oder verschwinden sogar ganz. Sie bleiben aber ihr ganzes Leben sensibel und können jederzeit eine andere
Allergie (z.B. gegen Nahrungsmittel, Haustiere oder Latex) entwickeln.
Diagnose von Heuschnupfen
Bei Verdacht auf eine Pollenallergie wie Heuschnupfen kann ein Hauttest klären, welche Pollen genau die
Allergie auslösen. Am häufigsten kommt dabei der Pricktest zum Einsatz. Hierbei werden kleinste Mengen der zu testenden allergieauslösenden Substanzen auf die
Haut aufgeträufelt und diese anschließend leicht eingeritzt, damit die Substanz eindringen kann. Nach einer Viertelstunde kann der Arzt an den Hautstellen die Reaktion ablesen. Ist die
Haut gerötet, angeschwollen oder juckt sie, ist das ein deutliches Anzeichen für eine
Allergie auf genau diese Pollenart.
letzte Aktualisierung: 30.04.2012
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