Mit dem Frühling beginnt für Heuschnupfen-Geplagte wieder eine anstrengende Zeit: Laut Angaben der SMA-Meteo Schweiz leiden knapp 15 Prozent der Schweizer Bevölkerung an einer Pollenallergie. Pollen bestimmter Bäume, Gräser, Getreidesorten und Kräuter rufen bei den Betroffenen verquollene Nasen, juckende Augen und einen ständigen Niesreiz hervor.
Heuschnupfen wird, anders als der normale Schnupfen, nicht durch Viren, sondern durch Pollen verursacht. Sie enthalten Eiweißstoffe, die bei entsprechend sensibilisierten Menschen zu einer Überreaktion des Immunsystems führen. Die Pollenallergie ist nicht angeboren. Man entwickelt sie erst durch mehrmaligen Kontakt mit den Allergenen. Die Veranlagung selbst wird über die Gene weitergegeben. Kinder von Allergikern haben ein deutlich höheres Risiko zu erkranken. Dasselbe gilt, wenn die Eltern starke Raucher sind oder die Kinder als Babys nicht oder nur kurze Zeit gestillt wurden.
Das übersensible Immunsystem will die irrtümlich als gefährlich erkannten Eindringlinge so schnell wie möglich wieder loswerden und lässt dazu seine gesamte Abwehrmannschaft antreten: Sobald die Blütenpollen die Schleimhäute von Nase und Augen berührt haben, mobilisiert der Körper gegen das Fremdeiweiß spezielle Antikörper. Sie sitzen auf den sogenannten Mastzellen, die ihrerseits bestimmte Gewebshormone freisetzen, darunter Histamin, das zu den typischen Heuschnupfen-Beschwerden führt.
Allergene, die über die Atemluft aufgenommen werden, lassen sich nur schwer ganz ausschalten. Einige Maßnahmen können jedoch im Alltag etwas Erleichterung bringen:
Die Pollensaison unterscheidet sich von Land zu Land und kann sogar in den einzelnen Regionen verschieden sein. Generell lässt sich jedoch sagen: Von Februar bis April haben die Bäume ihre Hauptblütezeit. Zu dieser Zeit sind es meistens die Frühblüher Hasel, Erle und Birke, die Heuschnupfen verursachen. Zwischen Mai und Juli blühen die Gräser. Ein Heuschnupfen, der später auftritt oder das ganze Jahr über anhält, wird meistens durch Pilzsporen verursacht.
Zuerst muss der Arzt mit Hilfe von Hauttests feststellen, auf welche Pollen man allergisch reagiert. Zur Linderung akuter Symptome können Antihistaminika und Kortison eingesetzt werden.
Als Langzeitprophylaxe wird die Hyposensibilisierung angewendet. Während drei Jahren wird der Allergie auslösende Stoff in langsam steigernden Dosen verabreicht. Durch diese Behandlung reduzieren sich die Symptome um 60 bis 80 Prozent. Wichtig ist diese Behandlung auch, weil bei rund einem Drittel der Heuschnupfen-Patienten die Krankheit nach fünf bis zehn Jahren zu allergischem Asthma führt.
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