
Die allgemeine Behandlung erfolgt wie bei akuter Bronchitis. Strenges Rauchverbot, viel Bewegung in frischer Luft, regelmässiges Inhalieren über längere Zeit. Man inhaliert am besten mit einem Inhalationsapparat Emser Salz, Kamillenabkochungen und ätherische Öle wie Eukalyptusöl oder auch Fichtennadelextrakt
Krankengymnastische Behandlung mit Atemübungen wirkt sich im Allgemeinen sehr günstig aus und wird empfohlen. Zusätzlich sollten bronchienerweiternde Medikamente gegeben werden. Zur Weitstellung der Bronchien eignen sich verschiedene Medikamente (Anticholinergika, kurz- und langwirksame Beta-2-Agonisten und Theophylline). Je nach Schweregrad der Erkrankung können diese Substanzen einzeln oder in Kombination verabreicht werden. Hustendämpfende Mittel sollten in der Regel nicht gegeben werden, da sie verhindern, dass das Sekret aus den Atemwegen entfernt wird. Kann man nicht darauf verzichten, dürfen sie auf keinen Fall zusammen mit schleimlösenden Mitteln (Expektorantien) gegeben werden. Bakterielle Infektionen werden mit Antibiotika behandelt.
Hat einmal der chronisch entzündliche Prozess begonnen, ist eine vollständige Ausheilung kaum mehr möglich. Der Verzicht auf das Tabakrauchen kann allerdings die Beschwerden verringern und das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten. Ungünstig ist auch Passivrauchen. Weitere schädigende Einflüsse sind Kälte (auch kalte Getränke) oder Nebel, da sich hierdurch die Obstruktion verstärkt. Die Missachtung der ärztlichen Empfehlung, das Rauchen aufzugeben, führt zwangsläufig zur Lungenblähung.
Reichliche Flüssigkeitszufuhr fördert die Schleimlösung. Bei älteren Patienten muss darauf geachtet werden, dass eine bis dahin latente Herzinsuffizienz nicht stärker wird.
Nach jahrelanger Beschwerdefreiheit bekommt der Kranke langsam anfallsartige Luftnot bei Belastung. Immer häufiger treten akute infektbedingte Verschlimmerungen der chronischen Bronchitis durch bakterielle Besiedelung des vorgeschädigten Gewebes auf. Im Endstadium der Erkrankung kommen Sauerstoffmangel, Kohlendioxidanreicherung, Rechtsherzbelastung und später Rechtsherzinsuffizienz (so genanntes Cor pulmonale) hinzu.
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