
Die körpereigenen Abwehrkräfte schützen den Körper vor schädlichen Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Pilzen. Einseitige Ernährung, Genuss- und Umweltgifte, aber auch Stress und seelische Konflikte schwächen unsere Immunabwehr.
Jeder Mensch besitzt angeborene Abwehrmechanismen gegen Infektionen. Diese unspezifischen Abwehrmechanismen sind dabei schon von Geburt an einsatzfähig. Sie greifen jeden Eindringling als erstes an und beseitigen auch abgestorbene Körperzellen. Die unspezifische Immunabwehr hat aber kein so genanntes immunologisches Gedächtnis und kann deshalb nicht gezielt gegen bestimmte Erreger vorgehen. Diese Aufgabe übernimmt die spezifische Immunantwort des erworbenen Immunsystems. Im Zentrum stehen hier B-und T-Lymphozyten, das sind Immunzellen, die im Blut und in den Lymphgefäßen vorkommen. Die spezifischen Abwehrmechanismen entwickeln sich im Laufe des Lebens, wenn das Immunsystem mit Krankheitserregern konfrontiert wird und anschließend spezifische Antikörper dagegen entwickeln kann.
Schnupfen und Kinderkrankheiten wie Windpocken oder Röteln sind wichtig, damit das noch unreife, kindliche Immunsystem trainiert wird. Kleinkinder haben dabei die höchste Infektionsrate. Ursache für die zahlreichen viralen Atemwegserkrankungen (meist hervorgerufen durch Rhinoviren) ist das noch nicht ausgereifte Immunsystem. Kinder leiden von der Geburt bis zu einem Alter von 4 Jahren im Durchschnitt an 5 virusbedingten Atemwegsinfektionen pro Jahr, ohne dass ein Immundefekt vorliegt. Bis zu 12 einfache Atemwegsinfekte bei Kleinkindern und bis zu 8 bei Schulkindern beurteilen Kinderärzte noch als normal. Sind die Sprösslinge jedoch öfter erkältet, dauern die einzelnen Krankheitsphasen länger als 4 Tage, oder verlaufen die Infekte ungewöhnlich schwer und werden häufig von Komplikationen wie Mittelohrentzündungen begleitet, spricht man von Infektanfälligkeit.
Erwachsene müssen sich im Jahr durchschnittlich zwei- bis dreimal mit den lästigen Symptomen herumschlagen. Ältere Menschen sind meist auch infektanfälliger, weil das Immunsystem ebenso dem natürlichen Alterungsprozess unterworfen ist, wie andere Organe. Besonders wirksam arbeitet die Immunabwehr zwischen 10 und 50 Jahren.
Wir kommen fast alle mit denselben Erregern in Berührung und trotzdem reagieren die Immunsysteme äußerst unterschiedlich. Ob und wie das Abwehrsystem des Einzelnen auf einen eingedrungenen Krankheitserreger reagiert, hängt u.a. ab:
Um Husten, Schnupfen und Heiserkeit gerade in der kalten Jahreszeit zu vermeiden, bieten sich mehrere Vorsorgemaßnahmen an. Wer sich im Winterhalbjahr viel im Freien aufhält (auch bei schlechtem Wetter!), überheizte Räume mit trockener Luft meidet und Menschenansammlungen aus dem Wege geht, hat die größte Chance, in dieser Zeit gesund zu bleiben. Aber auch Rohkosttage, vollwertige Ernährung, ausreichend Schlaf und Schlafen bei offenem Fenster sowie regelmäßige Saunagänge und moderate körperliche Aktivität tragen zur Stärkung des Immunsystems bei.
Insbesondere für infektanfällige Kinder haben sich zur Abhärtung Wasseranwendungen, wie warm-kalte Wechselduschen. Für Wasserscheue eignet sich auch das Abrubbeln mit einem feuchtheißen Handtuch. Außerdem brauchen Kinder zur seelischen Ausgeglichenheit einen geregelten Tagesablauf und zwischen 8 – 12 Stunden Schlaf. Reizüberflutung, z.B. durch Fernseher oder Videospiele sind möglichst zu vermeiden.
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