
Pollen oder Bienen und Wespen kann man leider nicht immer aus dem Weg gehen - wer unter einer Allergie leidet kann davon ein Lied singen. Medikamente behandeln nur die Syptome und nicht die Ursache. Aber es gibt auch eine kausale Behandlung - die Hyposensibilisierung.
Bei der spezifischen Immuntherapie (SIT; auch Allergeimpfung oder Hyposensibiliserung genannt) wird dem Patienten ein standardisiertes Allergenpräparat mit der Substanz, auf die er allergisch reagiert, in langsam ansteigenden Dosen regelmäßig unter die Haut injiziert.
Dadurch setzt ein Gewöhnungseffekt ein: Das Immunsystem reagiert nicht mehr mit einer Abwehrreaktion, wenn es mit dem Allergen konfrontiert wird. Bei einer Pollenallergie liegen die Erfolgsquoten der SIT über 90 Prozent. Die Beschwerden werden dauerhaft deutlich gelindert, und die Patienten benötigen weniger antiallergische Medikamente. In vielen Fällen bildet sich die allergische Reaktionsbereitschaft des Immunsystems sogar vollständig zurück - der Patient ist dann von seiner Allergie geheilt.
"Die SIT ist die einzige Behandlungsmöglichkeit für Allergien, die kausal ins Krankheitsgeschehen eingreift und den natürlichen Verlauf der Erkrankungen positiv beeinflusst", so Professor Thomas Fuchs, Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA) aus Göttingen. "Dadurch lässt sich in vielen Fällen verhindern, dass z. B. aus allergischem Schnupfen Asthma wird. Wenn man bedenkt, mit welchen gravierenden Einschränkungen Asthmatiker leben müssen, ist das ein ganz wichtiger Erfolg. Die Vorbeugung von Asthma durch eine SIT muss in Zukunft einen viel höheren Stellenwert bekommen."
Als Allergie-Impfung, Hyposensibilisierung oder spezifische Immuntherapie bezeichnet man die bisher einzige ursächliche Therapie gegen allergische Atemwegserkrankungen.
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Verwendete Quellen: Quelle: Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA) und Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI) |
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