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Laserresektion der Prostata - Hintergrund

Laserresektion der Prostata


Die Laserresektion der Prostata ist eine Alternative zur transurethralen Resektion der Prostata (TURP) bei gutartiger Prostatavergrößerung. Die heutzutage bei der Laserresektion der Prostata angewandten Verfahren sind die Holmium-Laser-Enukleation (HOLEP) und die sogenannte KTP-Laser-Vaporisation der Prostata, als drittes Verfahren ist der Continuous Wave (Dauerstrich-)-Laser (THULIUM-Laser) in Gebrauch.

Wann wird die Laserresektion der Prostata angewandt?


Wenn bei gutartiger Prostatavergrößerung eine medikamentöse Behandlung nicht mehr ausreicht, wird eine operative Entfernung von Prostatagewebe erforderlich. Das Prinzip besteht dabei darin, Drüsengewebe aus dem inneren Bereich der Prostata zu entfernen. Dies führt bei gutem Ergebnis zur Verbesserung der Blasenfunktion, stärkerem Harnstrahl, Minderung der Symptome und restharnfreier, kompletter Entleerung. Die Operation wird in den meisten Fällen von innen – mit einem durch die Harnröhre eingeführten Instrument – erfolgen. Das Standardoperationsverfahren weltweit ist die transurethrale Resektion der Prostata (TURP). Die TURP ist ein effektives Verfahren, dessen langfristig gute Ergebnisse durch zahlreiche randomisierte Studien nachgewiesen ist. Die TURP hat jedoch verfahrensbedingte Risiken, die in der Einschwemmung von Spüllösung und/oder Blutverlust liegen.


Als Alternative zur TURP wurden auch verschiedene Laserverfahren entwickelt. Laser ist ein hochenergetischer, gebündelter Lichtstrahl, der im Gewebe bei Kontakt Hitze entwickelt. Diese lokale Hitze verbrennt oder verdampft Gewebe und dieser Effekt wird benutzt, um Prostatagewebe zu zerschneiden oder zu verdampfen (Vaporisation). Die Art der Gewebewirkung hängt von der Energie und Wellenlänge des verwendeten Laserlichts ab.

Seit fast 30 Jahren gibt es die Anwendung von Laserverfahren zur Therapie der Prostatahyperplasie. Das Ziel war eine im Vergleich zur TURP schonendere Behandlung. Zwar haben verschiedene Typen von Lasern einen schonenden Effekt, aber viele Laserverfahren hatten den Nachteil, dass sie auch wenig effektiv in der Entfernung des gewucherten (hyperplastischen) Prostatagewebes sind. Um als gutes Verfahren etabliert zu werden, muss ein Laserverfahren vergleichbare Ergebnisse wie eine TURP erzielen können.

Welche Verfahren stehen zur Laserresektion der Prostata zur Verfügung?


Heute angewandte Verfahren sind die die Holmium-Laser-Enukleation (HOLEP) und die sogenannte KTP-Laser-Vaporisation der Prostata, als drittes Verfahren ist der Continuous Wave (Dauerstrich-)-Laser (THULIUM-Laser) in Gebrauch.

Die genannten Verfahren unterscheiden sich in der Wellenlänge und Energie des verwendeten Laserlichts und dadurch in der Energiewirkung im Gewebe und deren Eindringtiefe.

Artikelinformationen zu Laserresektion der Prostata
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Prof. Dr. med. Oliver W. Hakenberg

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