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Was sind Zertifizierte Krebszentren und Onkologische Spitzenzentren?

Was sind Zertifizierte Krebszentren und Onkologische Spitzenzentren?


Zertifizierte Krebszentren


Zertifizierte Krebszentren sind von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) ausgezeichnete Zentren, die hohe Anforderungen an die Versorgung onkologischer Patienten erfüllen. Diese Zentren haben sich einem Zertifizierungsverfahren unterzogen, das durch das unabhängige Institut OnkoZert betreut wird.

Bei den zertifizierten Zentren ist zu unterscheiden zwischen Organkrebszentren, in denen häufige Tumorarten wie Brustkrebs, Darmkrebs und Prostatakrebs behandelt werden, und Onkologischen Zentren, in denen die Betreuung von mehreren Tumorerkrankungen stattfindet.

Zu verschiedenen ausgewählten Organen (Brust, Darm, Prostata usw.) wurden spezifische Fachliche Anforderungen festgelegt. Diese Anforderungen wurden in interdisziplinären Kommissionen (bestehend aus Mitgliedern der ärztlichen und pflegerischen Fachgesellschaften, aber auch Psychoonkologen, Sozialarbeitern, Patientensprechern u.a.m.) erarbeitet und werden regelmäßig aktualisiert.

Die Deutsche Krebsgesellschaft und weitere medizinische Fachgesellschaften, wie z.B. die Deutsche Gesellschaft für Senologie (DGS), erwarten sich durch das Zertifizierungsverfahren eine verbesserte Betreuung der onkologischen Patienten, in jeder Phase und für jeden Bereich ihrer Erkrankung.

Onkologische Spitzenzentren


Bei den von der Deutschen Krebshilfe geförderten Onkologischen Spitzenzentren liegt der Schwerpunkt nicht nur auf der Patientenversorgung, sondern auch auf Forschung und Lehre.

Derzeit [Stand: November 2010] erhalten nach dem Vorbild der amerikanischen Comprehensive Cancer Centers das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg sowie zehn universitäre Zentren (Dresden, Freiburg, Köln/Bonn, Tübingen, Berlin, Erlangen, Essen, Frankfurt, Hamburg und Ulm) eine Förderung von jeweils drei Millionen Euro über drei Jahre.

Voraussetzung für die Aufnahme zu den Spitzenzentren der Krebsmedizin und die Förderung sind u.a. folgende Kriterien (Quelle: Pressemeldung der Deutschen Krebshilfe "Deutsche Krebshilfe fördert weitere Spitzenzentren der Krebsmedizin"):
  • Fachübergreifende interdisziplinäre Onkologie für alle Tumorerkrankungen mit zentraler Anlaufstelle für Krebs-Patienten
  • Einrichtung von interdisziplinären Konferenzen („Tumor-Boards“)
  • Entwicklung und/oder Umsetzung von Behandlungspfaden im Sinne von Leitlinien
  • Einbringung von Patienten in klinische Studien
  • Enge Verzahnung von Forschung und Klinik (translationale Forschung)
  • Psychoonkologische und palliative Betreuung
  • Einbindung von Krebs-Selbsthilfeorganisationen
  • Interaktion mit niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern der Umgebung
  • Vorhaltung von Ausbildungsprogrammen für Ärzte, Wissenschaftler und Pflegepersonal
  • Nachweis eines Qualitätssicherungssystems
  • Dokumentation durch klinische Krebsregister
  • Entwicklung von Programmen zur Krebs-Früherkennung und -Prävention
Im Rahmen des Förderungs-Schwerpunktprogramms „Onkologische Spitzenzentren“ der Deutschen Krebshilfe sollen bundesweit einheitlichere Standards der medizinischen Versorgung von Krebspatienten geschaffen und die von den Zentren initiierten Strukturen optimiert und weiterentwickelt werden.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012

Verwendete Quellen:
http://www.krebsgesellschaft.de/wub_zertifizierte_zentren_info,120896.html
http://www.onkozert.de/
http://www.krebshilfe.de/

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BüchlerDer medführer „Krebs“ wird damit zu einem wichtigen Nachschlagewerk über aktuelle Leistungs- und Qualifikationsdaten, um den Ratsuchenden entsprechend den individuellen Bedürfnissen über die am besten geeigneten Institutionen zu informieren.
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. M. Büchler

Peschel2011Die objektiven Leistungszahlen und die individuell hervorgehobenen Spezialgebiete der onkologisch tätigen Abteilungen werden eine wertvolle Orientierungshilfe sein, in der schwierigen Situation einer existentiell bedrohlichen Erkrankung das optimale medizinische Umfeld für eine moderne Krebstherapie zu finden.
Prof. Dr. med. C. Peschel

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