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Nierenkrebs (Nierenzellkarzinom) - Behandlung / Therapie

Wie sieht die Behandlung von Nierenkrebs aus?

Die Behandlung richtet sich nach der Ausbreitung der Erkrankung. In frühen Stadien ohne Fernmetastasierung ist die Operation die Methode der Wahl. Dabei werden auch die nächstgelegenen Lymphknoten entfernt. Die früher häufig durchgeführte gleichzeitige Entfernung der Nebenniere wird heute nur noch durchgeführt, wenn durch Computertomographie der Verdacht auf Metastasierung besteht.   Eine begrenzte Tumorentfernung kommt vor allem bei Einzelnieren oder chronisch eingeschränkter Nierenfunktion in Betracht. Es hat sich aber in den letzten Jahren gezeigt, dass zumindest bei einer Tumorgröße bis 4 cm die Niere erhalten werden kann, wenn es aus operationstechnischen Gründen möglich ist.

Umstritten ist, ob eine Entfernung der Niere auch dann noch sinnvoll ist, wenn der Tumor bereits Absiedelungen (Metastasen) in anderen Organen gebildet hat und nicht vollständig operiert werden kann. Dagegen ist die Operation bei einzelnen Lungenmetastasen, die ebenfalls entfernt werden können, sinnvoll. In Einzelfällen wird zur Behandlung von Symptomen aber auch in fortgeschrittenen Stadien die Niere entfernt. Alternativ kann man versuchen, den Tumor zumindest teilweise durch "Verstopfen" der blutzuführenden Gefäße zu zerstören. Manchmal werden auch Knochenmetastasen operativ behandelt, um einen Bruch zu verhindern.

Die Strahlenbehandlung wird allenfalls ergänzend zur Operation angewandt sowie um schmerzhafte Knochenmetastasen oder Hirnmetastasen zu behandeln. Finden sich ausschließlich einzelne Metastasen im Gehirn, können diese auch operiert werden.

Chemotherapie mit zellwachstumshemmenden Medikamenten (Zytostatika) hat bei Nierenkrebs wenig Effekt. Wirksamer ist hier die Immuntherapie, die Behandlung mit Substanzen des Immunsystems, um die körpereigenen Abwehrreaktionen gegen den Tumor zu aktivieren. Am besten untersucht sind Interferon alpha und Interleukin 2, die häufig in Kombination eingesetzt werden und auch mit einem Zytostatikum kombiniert werden können. Eine zeitweise Rückbildung lässt sich damit etwa bei jedem dritten Patienten erreichen Gegenstand der Forschung ist die Entwicklung von "Tumorimpfungen", die ebenfalls das Immunsystem gegen den Tumor aktivieren sollen.

letzte Aktualisierung: 14.05.2012

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