
Symptome und Diagnostik beim Multiplen Myelom
Die Erkrankung beginnt meist schleichend und wird oft als Zufallsbefund erkannt. Häufigste Symptome des Multiplen Myeloms sind "rheumatische" Beschwerden, Knochenschmerzen oder auch Knochenbrüche als Folge der knochenauflösendenen Herde (Osteolysen). Außerdem können Blutarmut, Blutungsneigung, Müdigkeit, Neigung zu Infektionen durch den Befall des Knochenmarks und die Verdrängung des blutbildenden Knochenmarks und Mangel an gesunden Blutzellen – rote und weiße Blutkörperchen und Blutplättchen – Anzeichen des Multiplen Myeloms sein.
Die sichere Diagnose "Multiples Myelom" lässt sich aber nur durch Untersuchung einer Knochenmarkprobe aus dem Beckenkamm auf Myelomzellen, die Untersuchung von Blut und Urin auf Paraprotein und Röntgen des Skeletts zum Nachweis von knochenauflösenden Herden oder diffuser Knochenzerstörung stellen. Wenn zwei dieser Untersuchungen "positiv" ausfallen, kann die Diagnose "Multiples Myelom" sehr sicher gestellt werden. Wichtig ist auch die Messung des Kalziumspiegels im Blut, der durch die Knochenauflösung stark erhöht sein kann, und der Nierenfunktion, die durch die Eiweißausscheidung geschädigt sein kann.
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Verwendete Quellen: Goldschmidt, H.: Das Multiple Myelom (Plasmozytom) - Diagnose und Therapie. Überarbeitete Neuauflage, Uni-Med Verlag AG, Bremen, London, Boston 2011. |
Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt
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