Welche Nebenwirkungen und Folgen hat die Behandlung des Magenkrebses (Magenkarzinom)?
Magenkrebs stellt die Betroffenen in der ersten Zeit nach der Operation vor erhebliche Probleme. Sie betreffen vor allem die Ernährung. Durch die Verkürzung oder das Fehlen der Magenpassage wird der Speisebrei zu schnell in den Dünndarm transportiert, die Nährstoffe werden nicht vollständig verwertet. Besonders nach vollständiger Magenentfernung benötigen die Patienten den Ersatz verschiedener Vitamine und Spurenelemente, die nicht mehr ausreichend aufgenommen werden. Durch Störung der Fettverdauung bedingte Durchfälle lassen sich durch fettspaltende Enzyme bessern. Der fast immer auftretenden Gewichtsabnahme nach einer Magenkrebsbehandlung begegnen Patienten am besten mit einer kohlenhydrat- und eiweißreichen Nahrung als mit einem Mehr an Fett.
Das schnelle Absacken des Nahrungsbreis in den Dünndarm kann auch zum sogenannten Dumping-Syndrom führen, das sich sofort oder mit Verzögerung von einigen Stunden in Kreislaufproblemen,Übelkeit, Schweißausbrüchen, Herzklopfen, Schwindel und Blutdruckabfall äußert. Die Ursache liegt in der Belastung des Darms und in dadurch bedingten Stoffwechselstörungen. Gegen diese Probleme hilft am besten, die Nahrung auf sechs bis zehn kleinere Mahlzeiten zu verteilen und nicht unmittelbar zu den Mahlzeiten zu trinken. Eine besondere Diät ist nicht erforderlich. Bei starker Gewichtsabnahme kann vorübergehend so genannte Astronautenkost die Ernährung ergänzen. Bei lang andauernden Ernährungsproblemen hilft eine Sondenernährung. Statt der früher üblichen Nasen-Rachen-Sonde wird heute meist ein dünner Katheter durch die Bauchhaut direkt in Magen oder Dünndarm eingeführt (PEG).
Nach Magenteilentfernung kommt es manchmal zu Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre. Die Symptome lassen sich durch säurehemmende Medikamente lindern.
Die Nebenwirkungen der Chemotherapie – hauptsächlich Übelkeit, Erbrechen und Haarausfall – sind vorübergehend. Die Übelkeit ist durch moderne Medikamente heute gut zu lindern.
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