
Wie sieht die Behandlung / Therapie von Magenkrebs (Magenkarzinom) aus?
Die wichtigste Behandlungsmethode ist bei örtlich begrenztem Magenkrebs die Operation mit dem Ziel der vollständigen Entfernung des Tumorgewebes. Dies ist die entscheidende Voraussetzung für eine Heilung. Meist ist die Entfernung des gesamten Magens, eines Teils des Zwölffingerdarms und der Lymphknoten in Magennähe notwendig, bei Tumorsitz nahe dem Mageneingang evtl. auch eines Teils der Speiseröhre. Manchmal ist es auch sinnvoll, die Milz mit zu entfernen. Nur bei kleinen Tumoren im unteren Magendrittel kommt eine Teilentfernung des Magens in Frage.
Bei örtlich ausgedehnten Tumoren kann eine vorgeschaltete (neoadjuvante) Chemotherapie den Tumor manchmal so verkleinern, dass doch noch eine vollständige Operation möglich wird. Da Patienten ohne oder mit einem operativ stark verkleinerten Magen Probleme mit der Verdauung bekommen, wurden verschiedene Techniken entwickelt, aus Dünndarm eine Art Ersatzreservoir zu bilden.
Zusätzliche Behandlungsmaßnahmen nach vollständiger Operation – Chemotherapie mit zellwachstumshemmenden Medikamenten (Zytostatika) oder Strahlenbehandlung – werden derzeit auf ihre Wirksamkeit in bestimmten Stadien der Erkrankung überprüft.
Liegen bereits bei Diagnosestellung Tumorabsiedelungen (Metastasen) in anderen Organen vor, ist die Erkrankung nicht dauerhaft heilbar. Eine Operation kann sinnvoll sein, um örtliche Komplikationen durch das Tumorwachstum zu vermeiden und um die Magen-Darm-Passage freizuhalten. Ansonsten kommt hier wie auch bei späterem Auftreten von Metastasen eine Chemotherapie zum Einsatz. Mit heute verfügbaren Zytostatikakombinationen lassen sich zeitweise Tumorrückbildungen bei über 60% der Patienten erreichen. Zudem hat die Chemotherapie einen guten symptomlindernden (palliativen) Effekt. Knochenmetastasen können auch bestrahlt werden.
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