
Welche Nebenwirkungen hat die Behandlung der Leukämie (Blutkrebs)?
Die Nebenwirkungen der Leukämie-Behandlung sind abhängig von Art und Intensität der Therapie. Die meisten Nebenwirkungen lassen sich durch unterstützende Maßnahmen und Vorbeugung gegen Komplikationen für die Patienten erträglich gestalten. Chemotherapie schädigt auch gesunde Gewebe, deren Zellen sich rasch teilen. Dazu zählen Schleimhäute von Magen und Darm, Haarwurzeln und die blutbildenden Zellen des Knochenmarks. Dies führt zu den bekannten aktuten Nebenwirkungen Übelkeit und Erbrechen, die heute allerdings gut gemildert werden können, zu Haarausfall und zu einer weiteren Verschlechterung der normalen Blutbildung mit Infektions- und Blutungsgefährdung. Interferon alpha kann anfänglich ausgeprägte grippeähnliche Symptome hervorrufen, die sich medikamentös lindern lassen. Nach allogener Stammzelltransplantation kann es zu Immunreaktionen der mitübertragenen Abwehrzellen des Spenders gegen Organe und Gewebe des Empfängers kommen, denen medikamentös vorgebeugt werden muss. Ein Risiko der Hochdosischemotherapie besteht in der Auslösung von "Zweitkrebsen", denn die eingesetzten Medikamente können durch Schädigung der Erbsubstanz selbst Krebs auslösen. Angesichts der Hoffnung auf Heilung von der Leukämie nimmt man dieses Risiko jedoch in Kauf.
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Leukämie nicht näher bezeichneten Zelltyps
Leukämie (myeloische Leukämie)