Rehabilitation nach einer Operation bei Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom)
Obwohl der Kehlkopf durch die kombinierten Behandlungsmethoden wesentlich seltener entfernt werden muss als früher, ist dieser Eingriff bei großen Tumoren manchmal doch notwendig. Der Verlust der Stimme bedeutet zunächst eine große Einschränkung und Belastung. Aber die Patienten können auf neue und andere Art wieder sprechen lernen. Hier gibt es verschiedene Methoden. Die sogenannte "Ösophagusspache", bei der Luft geschluckt und wieder hochgebracht wird, wodurch sie die Speiseröhre in Schwingung versetzt, lässt sich in wenigen Wochen einüben. Heute besteht auch die Möglichkeit, eine Stimmprothese einzusetzen – eine ventilartige Verbindung zwischen Luftröhre und Speiseröhre – oder eine Öffnung zwischen Luftröhre und Rachen anzulegen, durch die Luft gepresst und eine Stimme erzeugt werden kann. Die Patienten werden intensiv durch spezialisierte Therapeuten beraten und betreut. Auch der Umgang mit dem Tracheostoma muss unter Anleitung erlernt werden. Nach Entfernung des Kehldeckels bei Tumorsitz im oberen Kehlkopfbereich muss eine neue "Schlucktechnik" eingeübt werden, die verhindert, dass Flüssigkeit und Speisen in die Luftröhre gelangen.
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