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Hodenkrebs (Hodenkarzinom) - Nebenwirkungen und Folgen

Nebenwirkungen und Folgen der Hodenkrebs-Therapie


Eine Chemotherapie wird unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen. Diese fallen aber bei jedem anders aus. In den meisten Fällen bilden sich die Nebenwirkungen (z.B. Infektionsanfälligkeit, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Haarausfall) spätestens nach Abschluss der Behandlung zurück. Während der Strahlentherapie kommt es in sehr wenigen Fällen zu leichten darmgrippeähnlichen Beschwerden.

Hodenkrebs und Kinderwunsch


Ein möglicherweise bestehender Kinderwunsch muss durch eine Hodenentfernung nicht gefährdet sein, da der zweite, meistens noch erhaltene Hoden weiterhin Spermien produzieren kann. Allerdings liegt bei etwa der Hälfte aller Hodenkrebspatienten allgemein eine eingeschränkte Spermienproduktion vor. Und Chemotherapie, Bestrahlung im Beckenbereich sowie eine umfangreiche Operation, bei der Lymphknoten im Bauchraum entfernt werden, können die Zeugungsfähigkeit negativ beeinflussen. Es wird also empfohlen, vor einer Hodenkrebsbehandlung Sperma in einer Samenbank einzulagern (Kryokonservierung). Ein Jahr lang nach der Behandlung kann es zu einer erhöhten Rate an Fehlgeburten kommen.

Hodenkrebs und Sexualität


Die Sexualität ist in den Fällen, in denen noch ein zweiter Hoden erhalten ist, normalerweise nicht gefährdet. Es wird dann in der Regel noch genug Testosteron produziert. Sind beide Hoden entfernt worden, besteht die Möglichkeit, dass der betroffene Mann regelmäßig Testosteron zuführt (Gelpräparate, Pflaster, Tabletten, Depot-Spritzen).
letzte Aktualisierung: 14.05.2012

Verwendete Quellen:
  • Albers, P. / Albrecht, W. / Algaba, F. et. al. (2009): Guidelines on Testicular Cancer. European Association of Urology. URL: http://www.uroweb.org/fileadmin/tx_eauguidelines/2009/Full/Testis_Cancer.pdf.
  • Deutsche Krebshilfe e.V. (Hrsg.) (2009): Hodenkrebs. Ein Ratgeber für Betroffene, Angehörige und Interessierte. Die blauen Ratgeber 16. URL: http://www.krebshilfe.de/fileadmin/Inhalte/Downloads/PDFs/Blaue_Ratgeber/016_hoden.pdf.
  • Schmelz, Hans-Ulrich / Albers, P. (2006): Hodentumoren. In: Schmelz, H.U. / Sparwasser, C. / Weidner, W. (Hrsg.): Facharztwissen Urologie. Differenzierte Diagnostik und Therapie. Korr. Nachdruck. Berlin: Springer. S. 258.
  • Schmoll, Hans-Joachim (2006): Maligner Keimzelltumor des Mannes. In: Schmoll, Hans-Joachim / Höffken, Klaus / Possinger, Kurt (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie. Standards in Diagnostik und Therapie. 4. Auflage. Berlin: Springer. S. 4789-4897.

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