
Was kann man tun, wenn es zu einem Rückfall (Rezidiv) des Hautkrebses kommt?
Eine Tumorausbreitung beim malignen Melanom erfolgt häufig zunächst in die regionären Lymphknoten. Auch hier ist es wichtig, den Befall der regionären Lymphknoten frühzeitig zu erkennen, da die Ausdehnung des Befalles entscheidend für die weitere Prognose ist. Die Therapie der Wahl stellt eine radikale Ausräumung aller Lymphknoten des betroffenen Lymphdrainageareals dar (Hals, Achselhöhle oder Leiste). Dabei wird versucht, chirurgisch alle Lymphknoten zu entfernen. Eine zusätzliche Bestrahlung hat sich bisher nicht als wirksam erwiesen. Im Anschluss kann evtl. eine vorsorgliche (adjuvante) Behandlung mit Interferon-alpha durchgeführt werden (siehe oben).
Bei einer Tumorausbreitung über die regionären Lymphknoten hinaus (Fernmetastasierung, Organmetastasierung) muss zuerst geprüft werden, ob die Tumoren operativ entfernt werden können. Evtl. kann auch bei Befall bestimmter Organe, z. B. Lymphknoten, Knochen, Hirn, primär eine Bestrahlung erwogen werden. Ist eine operative Entfernung der Tumoren nicht möglich, so werden medikamentöse Therapien durchgeführt. Diese können sowohl in einer Chemotherapie bestehen, als auch in einer Kombination von Chemotherapeutika und Immunstimulatoren wie Interferon-alpha. Durch die medikamentösen Behandlungen wird zumeist eine Verlängerung des Lebens erreicht.
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