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Hautkrebs - Behandlung / Therapie

Die Behandlung / Therapie von Hautkrebs


Wie sieht die Behandlung von Basaliomen aus?

Basaliome können meist ambulant entfernt werden. Damit ist die Therapie für die meisten Patienten auch schon beendet. Diese Hautkrebsform, die häufigste überhaupt, metastasiert extrem selten und wächst auch nur vergleichsweise langsam. Bei größeren Basaliomen muss unter Umständen eine weitere Operation erfolgen, um wirklich alle Krebszellen zu entfernen oder auch, um ein kosmetisch gutes Ergebnis zu erzielen.

Wie sieht die Behandlung von Plattenepithelkarzinome aus?

Die Standardbehandlung von Plattenepithelkarzinomen ist die vollständige operative Entfernung. Sie kann in den meisten Fällen in örtlicher Betäubung durchgeführt werden und ist mit einer relativ geringen Belastung für den Patienten verbunden. Die sichere Kontrolle, ob mit der Operation der gesamte Tumor entfernt wurde, kann durch eine spezielle Aufarbeitung des Gewebes mit anschließender Untersuchung unter dem Mikroskop sichergestellt werden (Mikrographische Chirurgie). Bei größeren Tumoren oder ungünstiger Lage (z. B. in der Nähe des Auges) wird die Operation in mehreren Schritten durchgeführt: 1. Entfernung und mikroskopische Kontrolle, 2. eventuell Entfernung von Tumorresten und erneute Kontrolle und 3. Wundverschluss durch spezielle operative Techniken für ein kosmetisch gutes Ergebnis. Andere Verfahren wie Bestrahlungen oder Vereisung des Tumors kommen nur in besonderen Fällen zum Einsatz, z. B. wenn auf Grund des Alters oder einer schweren Erkrankung ein Patient nicht operiert werden kann.

Wie sieht die Behandlung des Melanoms aus?

Entscheidend in der Behandlung ist die frühzeitige chirurgische Exzision ("Herausschneiden") des Tumors. Diese Exzision wird häufig zweizeitig vorgenommen, da ein Sicherheitsabstand in gesunder Haut in Abhängigkeit von der Eindringtiefe des Tumors mit herausgeschnitten wird. So wird zumeist erst das Melanom mit kleinem Sicherheitsabstand entfernt und in einer zweiten Sitzung ein Sicherheitsabstand von 1 – 2 cm je nach Tumordicke zusätzlich exzidiert.

Bei malignen Melanomen mit mehr als 1 mm Tumordicke wird empfohlen, zusätzlich eine Lymphknotenbiopsie durchzuführen. Dabei wird gezielt der sog. Wächterlymphknoten aufgesucht, der den ersten drainierenden Lymphknoten für den jeweiligen Hautbezirk darstellt. Für das Auffinden wird eine Lymphabstromszintigraphie durchgeführt und zumeist auch die Lymphknoten mit Patentblau angefärbt. Die operativen Eingriffe können in der Regel in örtlicher Betäubung vorgenommen werden.

Bei Patienten mit einem erhöhten Rückfallrisiko (Tumordicke größer 1,5 mm oder Befall der regionären Lymphknoten) wird eine vorsorgliche (adjuvante) Behandlung empfohlen. Diese wird heute in der Regel mit dem Gewebshormon Interferon-alpha durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein körpereigenes Hormon, das der Körper zur Abwehr von Tumoren und Viren bildet. In der Regel spritzt der Patient sich dieses Hormon 1 bis 3mal wöchentlich unter die Haut und die Behandlungsdauer liegt zwischen 1 und 3 Jahren. Chemotherapien haben sich dagegen in der adjuvanten Behandlung nicht als erfolgreich erwiesen.
Große Hoffnung wird in sogenannte Vakzinierungskonzepte (Immuntherapie) gesetzt, bei denen man wie bei einer Impfung (Vakzination) spezielle, vorher isolierte (Eiweiß-)Merkmale der Tumorzellen verabreicht, um damit das Immunsystem gegen den Tumor zu aktivieren.
Wenn sich Metastasen in anderen Organen gebildet haben, kann eine Kombination von Chemo- und Immuntherapie (Interferone, Interleukin 2) zu Rückbildungen führen, die allerdings selten dauerhaft sind. Eine Strahlenbehandlung kommt in erster Linie zur Behandlung von einzelnen Metastasen in Frage.

letzte Aktualisierung: 14.05.2012

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