In Deutschland erkranken rund 17.000 Männer und 7.000 Frauen pro Jahr an
Harnblasenkrebs. Der Altersgipfel der Erkrankten liegt zwischen dem 60. und 80. Lebensjahr, nur 5% sind jünger als 45 Jahre. Zahlreiche chemische Stoffe werden mit der Entstehung von
Harnblasenkrebs in Verbindung gebracht. Zigarettenrauchen wird für etwa die Hälfte aller Erkrankungsfälle bei Männern und 30% bei Frauen verantwortlich gemacht. Bei langjährigem Kontakt mit Stoffen, die in der Textil-, Leder- oder Farbindustrie verwendet werden, steigt das Erkrankungsrisiko.
Da diese Stoffe über die Niere ausgeschieden werden, haben sie über längere Zeit Kontakt mit der Blasenschleimhaut und können sie schädigen. Auch bestimmte Medikamente und chronische Entzündungen fördern die
Krebsentstehung.
Erkrankte, die innerhalb ihres Berufes Stoffen ausgesetzt waren, die mit einem erhöhten Blasenkrebsrisiko verbunden sind, können einen Antrag auf Anerkennung als Berufskrankheit stellen.
letzte Aktualisierung: 25.01.2010
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