Welche Nebenwirkungen hat die Behandlung von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)?
Als Folge der Konisation bei Krebsvorstufen kann es zu einer Schwächung der Schließfunktion des Gebärmutterhalses kommen, so dass bei einer zukünftigen Schwangerschaft eventuell ein erhöhtes Frühgeburtsrisiko besteht.
Nach der Operation eines fortgeschritteneren bösartigen Tumors kann die Kontrolle der Blasenfunktion zunächst beeinträchtigt sein. Eine Besserung tritt in aller Regel mit der Zeit von selbst ein. Nach Lymphknotenentfernung bzw. Bestrahlung kann es durch Beeinträchtigung des Lymphabflusses zu Lymphstauung in den Beinen oder im Unterbauch kommen. Als Nebenwirkung der Strahlentherapie können Entzündungen und Geschwüre an Blase und Darm auftreten, die manchmal auch zu chronischen Beschwerden führen können. Auch das Scheidengewebe ist nach der Bestrahlung empfindlicher und anfälliger für Infektionen, die Schleimhaut wird dünner und trockener. Diese Nebenwirkungen können jedoch medikamentös gelindert werden. Mögliche Nebenwirkungen der Chemotherapie sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Haarausfall und erhöhte Infektanfälligkeit auftreten, von denen sich einige, z. B. Erbrechen, durch Medikamente wirkungsvoll lindern lassen. Jüngere Patientinnen können durch Beeinträchtigung der Eierstockfunktion vorzeitig in die Menopause kommen.
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