Analkarzinom (Afterkrebs)
Das Analkarzinom (Afterkrebs) – also eine bösartige Geschwulst am After - kommt sehr selten vor: Pro Jahr wird unter 100 000 Einwohnern lediglich 0,4 bis 1,5 Mal ein Analkarzinom neu diagnostiziert. Die Heilungschancen liegen je nach Tumorstadium bei Diagnosestellung zwischen 50 und 85 % und sind umso höher, je früher das Analkarzinom entdeckt wird.
Häufigkeit des Analkarzinoms
Bösartige Geschwülste am After sind selten und machen nur etwa 2 % aller bösartigen Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt aus. Das Vorkommen des Analkarzinoms beträgt 0,4 bis 1,5 Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner und Jahr.
Erkrankungsalter
Der Altersgipfel des Analkarzinoms liegt um das 65. Lebensjahr.
Definition des Analkarzinoms
Beim Analkarzinom wird zwischen einer bösartigen Geschwulst des Analkanals und des Analrandes unterschieden.
Ein Analkarzinom entsteht aus den Zellen in der Umgebung des Afters oder innerhalb des Afterkanals bis zum Übergang der Mastdarmschleimhaut. Feingeweblich werden die meisten Analkarzinome den Hauttumoren (Plattenepithelkarzinomen) zugeordnet, manche entstehen aber auch in der sogenannten Übergangszone im oberen Analkanal (Übergangsepithel). Andere feingewebliche Zuordnungen des Analkarzinoms sind eher selten.
Risikofaktoren und Ursachen des Analkarzinoms
Als
Risikofaktoren für die Entstehung von Analkarzinomen gelten:
- Langjährige Virusinfektion mit bösartiger Entartung
- Humane Papillomaviren, die zu Feigwarzen am After führen
- Immunsuppression, z.B. Organtransplantation oder bei HIV Infektion
- Chronisch lokale Entzündung (lange bestehende Fisteln oder offene Wunden am After)
- Nach Strahlenbehandlung im Bereich des Beckens
- Analer Geschlechtsverkehr
- Zigarettenkonsum
letzte Aktualisierung: 27.05.2012
Artikelinformationen zu Analkarzinom