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Knochenbrüche bei der Katze

Knochenbrüche bei der Katze

Weitere Bezeichnungen: Frakturen, Knochenfraktur, Bruch

Zum besseren Verständnis von Knochenbrüchen wird hier zunächst der Knochenaufbau erklärt:

Knochen besteht hauptsächlich aus einer festen und wenig elastischen Knochensubstanz, die sehr viele Kalziumsalze enthält. Die Knochen werden von einer dünnen Haut überzogen, die Knochenhaut oder auch Periost genannt wird. Nur die Gelenkflächen eines Knochens sind nicht mit Knochenhaut überzogen, sondern mit dem sehr glatten Gelenkknorpel. Die Knochenhaut enthält sehr viele Nervenfasern, daher ist sie auch sehr schmerzempfindlich. Außerdem laufen in ihr sehr viele Blutgefäße, die den Knochen versorgen. Die Zellen der Knochenhaut sind es auch, die im Falle eines Knochenbruchs das Reparaturgewebe bilden, das man auch Kallus nennt. Dabei verläuft die Knochenheilung in mehreren Stufen: Zunächst bildet sich nach einem Bruch sehr viel relativ weicher Knorpelkallus, der die Aufgabe hat, den Bruch notdürftig zu stabilisieren. Klinisch erkennt man diese überschießende Kallusbildung daran, dass im Bruchbereich eine Art Knubbel zu fühlen ist. Im Laufe der Zeit wird der Knorpelkallus in den stabileren Knochenkallus umgebaut, der die Bruchenden dann wieder fest miteinander verbindet. Knochenbrüche lassen sich u.a. nach folgenden Kriterien einteilen:

Knochenbrüche

  • Zunächst unterscheidet man
    • vollständige Brüche, bei denen auch die Knochenhaut verletzt ist, von
    • unvollständigen Brüchen mit intakter Knochenhaut. Unvollständige Brüche, bei denen nur ganz feine Risse in der Knochensubstanz auftreten, werden auch Grünholzfrakturen genannt.
  • Wenn die Haut über dem Knochenbruch nicht verletzt wurde, so spricht man von einer
    • geschlossenen oder gedeckten Fraktur,
    • Knochenbrüche mit Verletzung der Haut heißen offene Frakturen.
  • Ein weiteres Kriterium ist die Bruchlinie. Es gibt:
    • Knochensprünge oder -spalten, auch Fissuren genannt, die streng genommen noch keinen echten Knochenbruch darstellen,
    • Querfrakturen,
    • Längs- oder Sagittalfrakturen,
    • Spiralfrakturen, bei denen die Bruchlinie spiralig verläuft,
    • Absprengfrakturen, bei denen die Ansatzstelle einer Sehne oder eines Bandes abgerissen ist, o Trümmerfrakturen, bei denen der Knochen in viele kleine Knochenstücken zersplittert ist,
    • Chip-Frakturen, bei denen Knochenteilchen im Gelenk abgebrochen sind,
    • Eindrück- oder Impressionsfrakturen, bei denen der Knochen zusammengedrückt wurde.
  • Des Weiteren beurteilt man die Lage der Bruchenden. Liegen sie weiterhin annähernd in ihrer normalen Lage, so ist der Bruch nicht verschoben. Es kommen aber auch Verschiebungen der Bruchenden in Längsrichtung oder zur Seite vor. Daneben können einzelne Bruchstücke auch verdreht sein.

Ursachen für Knochenbrüche bei der Katze

Die häufigste Ursache für Knochenbrüche bei Katzen sind Autounfälle oder Stürze. Häufig sind die Gliedmaßenknochen oder das Becken betroffen. Auch das so genannte Kippfenster-Syndrom kann mit Verletzungen am Knochen einhergehen.

Leitsymptom von Knochenbrüchen bei der Katze

Lahmheit

Symptome von Knochenbrüchen bei der Katze

Die Symptome bei einem Knochenbruch ähneln sich, wenngleich sie natürlich abhängig von der Art der Fraktur sind. Knochenbrüche sind immer sehr schmerzhaft. Sind Gliedmaßen betroffen, werden diese nicht mehr eingesetzt, sondern hängen herab oder werden krampfhaft angezogen. Bei einer Fraktur im Beckenbereich werden häufig sogar beide Hintergliedmaßen nachgezogen. Meistens schwillt der betroffene Bereich innerhalb kurzer Zeit an. Bei Verschiebungen der Knochenenden kann man eine Abweichung von der normalen Gliedmaßenachse erkennen. Bei offenen Frakturen sieht man mitunter die Knochenstücke aus der Wunde ragen. weiterlesen

letzte Aktualisierung: 08.05.2013

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