
Beim Katzenschnupfen-Komplex handelt es sich um eine Entzündung der Schleimhäute des Kopfes (Nase, Mund, Augen, Zunge), die sich entlang der Atemwege bis zur Lunge hin ausdehnen kann.
Katzenschnupfen wird in erster Linie durch verschiedene Viren, vor allem Herpes- und Calici-Viren, hervorgerufen. Diese ebnen sozusagen den Weg für verschiedene Bakterienarten, da diese sich leicht auf bereits geschädigtem Gewebe ansiedeln können. Es entstehen so genannte Sekundärinfektionen. Insbesondere Clamydien, Mykoplasmen und Bordetellen spielen als Sekundärerreger beim Katzenschnupfen-Komplex eine Rolle.
Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung (Inkubationszeit) beträgt wenige Tage.
Die Erreger werden durch Niesen, Husten und mit dem Speichel verbreitet und so von Katze zu Katze übertragen. In größeren Katzenbeständen (Tierheimen, Katzenpensionen) besteht daher eine besonders hohe Ansteckungsgefahr. Insbesondere so genannte Dauerausscheider, die lebenslang infiziert sind, aber keine Symptome zeigen, sind eine ständige Infektionsquelle.
Erste charakteristische Anzeichen einer Infektion mit dem Katzenschnupfen-Komplex sind häufiges Niesen und vermehrter Nasen- und Augenausfluss. Fieber und Appetitlosigkeit treten auf. Während in leichten Fällen die Symptome nach wenigen Tagen verschwinden, dauern sie in schweren Fällen mehrere Wochen an.
Augen und Nase sind dann durch eitrigen Ausfluss stark verklebt, eine Atembehinderung wird durch Schniefen und Röcheln hörbar. Auch die Bindehäute sind häufig stark entzündet und können die Augen fast verschließen. Schmerzhafte Entzündungen der Mundschleimhaut und der Zunge sowie das Unvermögen Futter zu riechen führen zu Futterverweigerung.
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