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Insemination - Hintergrund

Insemination


Die Insemination ist eine Methode der künstlichen Befruchtung. Unter Insemination versteht man das Einbringen von Samenzellen in die Gebärmutter und / oder die Eileiter. Dieses Behandlungsverfahren wird dann angewandt, wenn eine Störung der Samenproduktion vorliegt, die es unwahrscheinlich erscheinen lässt, dass Samenzellen in ausreichender Zahl auf normalem Wege in den Eileiter gelangen können.

Fakten zur Insemination


Paaren, bei denen die Kinderlosigkeit hauptsächlich durch einen reduzierten Samenbefund bedingt ist, sollten drei Versuche der Insemination in die Gebärmutter angeboten werden, da dies die Schwangerschaftschance erhöht.

Nach den derzeit vorliegenden Studien erhöht die Insemination die Schwangerschaftschance auf 6–8 % pro Monat, je nach Alter der Frau. Ab ca. 35 Jahren sinkt die Schwangerschaftschance, sie ist dann nur noch 3–5 %.

Es sollte lieber einmal als zweimal inseminiert werden.


Wie ist der Ablauf bei einer Insemination? Hat die Insemination Nebenwirkungen?

Insemination

Bei der Insemination werden zum Zeitpunkt des Eisprungs hin die Samenzellen über einen kleinen Katheter in die Gebärmutter eingebracht. Dieses Verfahren ist für die Patientin körperlich kaum belastend. Das Auftreten von Entzündungen nach dieser Behandlung ist selten. Inseminationen sind nicht schmerzhaft. Nach der Insemination muss keine Ruhephase eingehalten werden.

Für die Insemination wird der Samen nicht in der Form, wie er gewonnen wird (Nativsperma) verwendet, sondern einer Vorbehandlung unterzogen. Diese Trennverfahren werden als „Samenwaschung“ bezeichnet. Das Ziel der Aufbereitungstechniken liegt darin, Samenzellen von der Samenflüssigkeit zu trennen. Deshalb wird das Nativsperma zuerst zentrifugiert und die Samenflüssigkeit so weit wie möglich abgetrennt. Danach wird Zellkulturmedium zugegeben (enthält unter anderem auch Antibiotika). In einem Kulturschrank wird dann die Probe bei Körpertemperatur aufbewahrt (37° C), um den sogenannten „swim-up“ durchzuführen. Die Samenzellen gelangen durch Eigenbeweglichkeit in den oberen Anteil der Kulturflüssigkeit und können dann für die Insemination herangezogen werden. Nicht bewegliche Samenzellen bleiben im unteren Teil des Kulturgefäßes liegen. Durch diese „Spermawaschung“ erreicht man, dass man für die Insemination die beweglichen Spermien ohne Zusätze von Samenflüssigkeit zur Verfügung hat. Diese Methode ist nur eine Art der Samenaufbereitung, auch andere Techniken sind verfügbar.

Erfolgschancen einer Insemination


Die Erfolgschancen einer Insemination richten sich nach dem jeweiligen Samenbefund. Die großen Sammelstatistiken (Europa und USA) zeigen, dass mit der Insemination pro Behandlungszyklus eine Schwangerschaftsrate von 3–8 %, in optimalen Fällen 10 % erreicht werden kann. Wiederholt man die Methode, liegen die Erfolge natürlich höher.


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letzte Aktualisierung: 21.05.2013

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Prof. Dr. med. Karl Sterzik

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Dr. med. Erwin Strehler

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Prof. Dr. med. Rainer Wiedemann

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Dr. med. Petra-Ilona Wiedemann

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