Was sind die Symptome des Zwölffingerdarmgeschwürs?
Typisch für ein
Zwölffingerdarmgeschwür kann ein Oberbauchschmerz sein, der sich unter Nahrungsaufnahme bessert (die Säure wird für die Verdauung verbraucht). Patienten klagen aber auch über Übelkeit, Erbrechen, Druck- und Völlegefühl. Bei einem
Zwölffingerdarmgeschwür unter Schmerzmedikation kann der Oberbauchschmerz gänzlich fehlen und das Geschwür wird erst durch die Blutung auffällig.
Mögliche Komplikationen beim Zwölffingerdarmgeschwür
- Ein Zwölffingerdarmgeschwür kann ein Blutgefäß erreichen und damit zur Blutung führen. Es kommt zum Bluterbrechen (Hämatemesis) oder zum Absetzten von pechschwarzem Stuhl („Teerstuhl“ oder auch Meläna genannt). Manchmal geschieht der Blutverlust auch schleichend und zeigt sich in einer Blutarmut (Anämie).
- Durchbricht das Zwölffingerdarmgeschwür die Muskelschicht, kommt es zu einer sogenannten Perforation. Der Patient klagt über plötzliche heftige Schmerzen. Eine sofortige Operation ist erforderlich. In der Röntgen-Aufnahme des Bauchraumes erkennt man freie Luft in der Bauchhöhle.
- Bricht das Zwölffingerdarmgeschwür in ein anderes Organ ein (Penetration), z.B. in die Bauchspeicheldrüse, kommt es zu einer Entzündungsreaktion des betroffenen Organs.
Spätfolgen des Zwölffingerdarmgeschwürs
Auf Grund der
Narbenbildung (bei ca. 2 % der Patienten mit einer Ulkuskrankheit ist dies der Fall) kann die Nahrungspassage behindert sein (Magenausgangsstenose).
Diagnose des Zwölffingerdarmgeschwürs
Durch eine Magenspiegelung kann die Diagnose einfach gestellt werden. Durch Gewebeentnahmen kann gleichzeitig festgestellt werden, ob eine
Infektion mit Helicobacter vorliegt.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
Artikelinformationen zu Zwölffingerdarmgeschwür