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Zöliakie und Sprue - Behandlung / Therapie

Wie sieht die Behandlung von Zöliakie aus?


Die einzige Therapiemöglichkeit bei Zöliakie ist der komplette, lebenslange Verzicht auf glutenhaltige Nahrungsmittel. Nur unter einer glutenfreien Diät kann sich die Dünndarmschleimhaut erholen und ihre Funktion zurückgewinnen – während schon bei kleinsten Mengen von Gluten erneut Schädigungen und Beschwerden auftreten. In den meisten Fällen bessern sich bereits wenige Wochen nach der Ernährungsumstellung die Symptome und verschwinden dann ganz. Bis die Durchfälle abgeklungen sind, werden Vitamine, Mineralstoffe und Eisen ersetzt.


Ernährung bei Zöliakie (Sprue)


Das von Zöliakie-Patienten zu vermeidende Gluten ist vor allem in den folgenden Getreidearten enthalten:
  • Weizen
  • Dinkel
  • Roggen
  • Gerste
  • Grünkern
  • Hafer
Zöliakie-Erkrankte müssen auf alle Lebensmittel und Medikamente verzichten, die diese Getreidesorten in irgendeiner Form enthalten. Hierzu gehören vor allem herkömmliche Back- und Teigwaren, z.B. Brot, Brötchen, Kuchen, Nudeln und Pizza, aber auch Bier, Malzbier und Kornschnaps. Im Lebensmittelhandel müssen seit November 2005 alle Produkte, die Gluten enthalten, entsprechend gekennzeichnet sein.

Für Zöliakie-Patienten bleiben die Getreidearten Reis, Mais, Hirse, Buchweizen, Amaranth und Quinoa übrig – diese sind auch für sie zum Verzehr geeignet. Glutenfreie Produkte werden seit einigen Jahren selbst von den meisten großen Supermarktketten angeboten. Die glutenfreien Brot- und Backwaren werden z. B. aus Reis-, Mais-, Kartoffel- oder Kastanienmehl hergestellt. Viele diätetische glutenfreie Lebensmittel sind für Verbraucher an einem speziellen Siegel erkennbar, einer durchgestrichenen Ähre. Um sich rechtlich abzusichern, vermerken viele Hersteller jedoch auch auf der Verpackung, dass das Produkt Spuren von Gluten enthalten kann, obwohl es eigentlich kein Gluten enthält oder unter den festgelegten Grenzwerten liegt.

Eine glutenfreie Ernährung ist immer noch teuer. Diätetische Fertigprodukte ohne Gluten kosten rund 30–50 Prozent mehr als vergleichbare andere Lebensmittel. Deshalb wird in vielen europäischen Ländern die glutenfreie Ernährung bezuschusst. Informieren Sie sich über die aktuellen Bestimmungen in Deutschland.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012

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