Übelkeit und Erbrechen kann man mit
Antihistaminika behandeln. Vorher ist es jedoch wichtig, die Ursache zu kennen, denn beide Symptome können Vorboten oder Begleitsymptome von Krankheiten sein. Wenn man sie unterdrückt, wird die Diagnose erschwert. In manchen Fällen reicht ein schonender Magen-Darm-Tee (
Naturheilmittel). Die Übelkeit legt sich von selbst, wenn der störende Mageninhalt ausgeschieden wurde.
Kamille und
Pfefferminze gelten als Klassiker unter den Magen wirksamen Heilpflanzen. Wer keinen Kamillentee mag, kann auch Kamillen-Lösung mit
Wasser verdünnen und einnehmen. Außerdem haben sich Tropfen mit Auszügen aus Iberis amaris und Schöllkraut bewährt. Auch homöopatische Einzelmittel wie Nux vomica, Ipecacuanha oder Colchicum können Linderung bringen, wenn das gewählte Mittel zum jeweiligen Beschwerdebild passt.
Bei nervösem Magen helfen Entspannungsübungen, Ausdauersport oder einfach nur Ruhe. Suchen Sie nach Wegen, Ihre Nervosität abzubauen. Wenn Ihr Magen stark übersäuert ist, können auch Antacida ( Medikamente gegen
Sodbrennen) die Beschwerden erleichtern.
Bei der Reisekrankheit ist die Einnahme von Antihistaminika ebenfalls sinnvoll. Wirkstoffe wie
Dimenhydrinat oder
Diphenhydramin lindern die Beschwerden. Viele Menschen werden nach deren Einnahme allerdings müde und reagieren langsamer. Deshalb darf man Antihistaminika nicht einnehmen, wenn man selbst am Steuer sitzt oder Maschinen bedient.
Tipp: Wenn die Übelkeit durch einen nervösen Magen verursacht wird, fehlt meistens auch der Appetit. Zwingen Sie sich nicht zum Essen. Essen Sie das, worauf Sie Lust haben. Fette Speisen sollten Sie allerdings meiden.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
Artikelinformationen zu Übelkeit
Autor
Elisabeth Kanz Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie