
Wird die Schleimhaut der Speiseröhre durch immer wiederkehrenden Rückfluss sauren Mageninhalts zu stark angriffen, kann sich eine Speiseröhrenentzündung (Refluxösophagitis) entwickeln, die Blutungen, Geschwüre der Speiseröhrenwand und als längerfristige Folge sogar Verengungen nach sich zieht. Der Arzt kann dies bei einer Endoskopie der Speiseröhre feststellen.
Bei etwa 10 % der Betroffenen mit einer Speiseröhrenentzündung kommt es zu einer strukturellen Umwandlung der Schleimhaut im unteren Teil der Speiseröhre. Es bildet sich dort eine Gewebeschicht (das Zylinderepithel) aus, die eigentlich zur Schleimhaut des Magens gehört. (Barrettösophagus). Man kann dann in der Regel von einer langjährigen Refluxerkrankung mit Sodbrennen und immer wiederkehrenden Speiseröhrenentzündungen ausgehen. Da sich aus einem derartigen Barrettösophagus im Laufe der Zeit ein Speiseröhrenkrebs entwickeln kann, sind in regelmäßigen Abständen Kontrolluntersuchungen mit einer Endoskopie notwendig. Chronisches Sodbrennen kann also sehr ernste Folgen haben und sollte keineswegs verharmlost werden.
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Verwendete Quellen:
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Dr. med. Gerlinde Souza-Offtermatt Ärztin und Medizinjournalistin
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