
Antazida wirken direkt im Magen und neutralisieren die Magensäure. Sie helfen bei Sodbrennen oder säurebedingten Magenbeschwerden. Viele Produkte können auch in der Schwangerschaft eingenommen werden.
Wichtig: Antazida können die Aufnahme anderer Medikamente ins Blut behindern. Deshalb sollten sie zeitversetzt eingenommen werden. Ein Abstand von mindestens zwei Stunden ist ratsam. Ihr Apotheker berät Sie individuell zu möglichen Wechselwirkungen.
H2-Blocker (säurehemmende Mittel) eignen sich zur Kurzzeitanwendung bei Sodbrennen oder saurem Aufstoßen. Im Magen besetzen sie die Bindestellen des Botenstoffes Histamin. Dieser sorgt normalerweise für die Bildung und Freisetzung der Magensäure. Durch die "Blockade" der Bindestellen gibt die Magenschleimhaut weniger Säure ab. H steht für Histamin, H2 ist die Bezeichnung für die Bindestelle.
Bei Magenbeschwerden helfen auch Zubereitungen mit Pflanzenextrakten (Naturheilmittel). So gibt es pflanzliche Tropfen, die entzündungshemmend und krampflösend wirken und zusätzlich die Verdauungsarbeit von Magen und Darm verbessern. Pflanzenauszüge in Tropfenform enthalten allerdings Alkohol und eignen sich daher nicht für Kinder und Menschen mit Leberfunktionsstörungen. Auch entsprechende Tees wirken entzündungshemmend und teilweise krampflösend. Kamille gilt als Klassiker unter den magenwirksamen Heilpflanzen. Süßholzwurzel (Ausgangsstoff zur Herstellung von Lakritz) hat sich ebenfalls zur Behandlung von Magenerkrankungen bewährt. Fenchel und Kümmel wirken Blähungen und Völlegefühl entgegen.
Tipp
Bei Sodbrennen ist es ratsam, die Mahlzeiten auf mehrere kleinere Portionen zu verteilen. Essen Sie nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen und vermeiden Sie fette, gebratene, sehr süße oder stark gewürzte Speisen!
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Verwendete Quellen: |
Elisabeth Kanz Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie
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