
Patienten mit Sodbrennen sollten als erstes ihre Ernährung umstellen. Wichtig ist zunächst darauf zu achten, wann die Beschwerden auftreten und welche Lebensmittel Ihnen nicht bekommen. Das muss jeder ganz individuell für sich herausfinden, denn die Devise lautet: Erlaubt ist, was bekommt.
So ist es hilfreicher, die Nahrungsmenge auf mehrere kleine Mahlzeiten zu verteilen, als wenige sehr üppige Portionen zu sich zu nehmen. Abends sollte möglichst nach 18.00 keine Mahlzeit mehr eingenommen werden.
Fettreiche Nahrung veranlasst den Magen zu starker Säureproduktion, um die Speisen verdauen zu können. Sie senkt dazu auch den Tonus des Schließmuskels. Eiweißreiche Gerichte kurbeln die Magensäure weit weniger an. Ebenfalls ungünstig sind zu kalte und zu heiße Speisen und auch scharf gewürzte Gerichte, da sie die Säureproduktion fördern. Schwer verdauliche Nahrungsmittel haben eine lange Verweildauer im Magen und erhöhen daher den Druck auf den Schließmuskel.
Achten Sie auch auf die Art der Zubereitung. Beim Braten oder Grillen entstehen Röststoffe, die die Gerichte viel schwerer verdaulich machen. Wenn Sie unter Sodbrennen leiden, sollten sie gedünsteter Zubereitung den Vorzug geben.
Bei sporadischem Sodbrennen also beispielsweise nach einem fettreichen Essen oder einem feucht-fröhlichen Abend sind die rezeptfreien Antazida eine rasche und wirkungsvolle Selbsthilfe. Sie enthalten Aluminium- oder Magnesiumsalze, wirken direkt im Magen und neutralisieren die überschüssige Magensäure innerhalb von 15 bis 30 Minuten.
Bei chronischem Sodbrennen, also wenn es mehrmals in der Woche auftritt oder länger als zwei bis drei Wochen anhält, ist Selbsthilfe nicht mehr angebracht. Es sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Ergeben sich bei der Untersuchung Hinweise auf eine Speiseröhrenentzündung verschreibt er meist stärker wirkende andere Medikamente (Protonenpumpenhemmer). Sie drosseln die Produktion von Magensäure direkt in den säurebildenden Zellen des Magens. Der Nachteil ist, dass sie um an ihren Wirkort zu gelangen, erst den Weg über den Darm und die Blutbahn nehmen müssen. Deshalb dauert es erheblich länger, etwa 48 Stunden, bis der Patient eine entlastende Wirkung spürt.
Alternativ kann der Arzt auch die etwas weniger wirksamen H2-Rezeptorenblocker verschreiben. Diese sind bei nächtlichem Sodbrennen durch ihre lang anhaltende Wirkung besonders günstig.
Aufgrund der geringen Nebenwirkungen können Schwangere auch nach Rücksprache mit dem Arzt zu den rezeptfreien Antazida greifen. Die überschüssige Magensäure wird rasch gebunden und der brennende Schmerz lässt innerhalb 15 bis 30 Minuten nach. Nach der Entbindung verschwinden diese Beschwerden meist recht bald wieder vollständig.
Wenn die Medikamente das Sodbrennen nicht deutlich lindern oder wenn ein Zwerchfellbruch (Hiatushernie) den Verschlussmechanismus der Speiseröhre verhindert, kann eine Operation notwendig werden.
Dabei wird ein Teil des Magens zur Verstärkung um die Speiseröhre gelegt. Durch den Druck auf den Schließmuskel wird dann der Verschlussmechanismus verbessert. Die Operation kann heute auch schon mit der Schlüssellochtechnik durchgeführt werden, was für den Patienten weniger belastend ist.
Es gibt eine Reihe von Tipps und Hausmitteln, die erfahrungsgemäß zur Vorbeugung gegen Sodbrennen hilfreich sind und leichte Beschwerden lindern:
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Verwendete Quellen:
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Dr. med. Gerlinde Souza-Offtermatt Ärztin und Medizinjournalistin
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