Behandlung des Reizdarm-Syndroms
Die Mitteilung, dass keine organische Erkrankung vorliegt, kein
Krebs begünstigt wird, dass aber die Beschwerden glaubhaft hartnäckig sein können, ist für die meisten Kranken sehr erleichternd, denn häufig verstärken sich die Beschwerden durch mangelnde Akzeptanz der Umwelt, weil ja die technischen Untersuchungen „nichts erbracht haben“. Man sei also gesund und solle sich nicht „anstellen“.
Die in Tabelle 4 aufgeführten Medikamente können versucht werden; den Therapieerfolg abzuwarten, ist eine Geduldsprobe sowohl für Ärzte als auch Patienten. Wichtig sind Gespräche zur Verringerung der Alltagsbelastung, zur Vermeidung von Terminkollisionen und zur
Planung von Ruhepausen. Diese Behandlungsplanung ist häufiger erfolgreich als die alleinige medikamentöse Behandlung.

In den vergangenen Jahren wurden verschiedene weitere Medikamente entwickelt, die sich z.T. noch in klinischen Studien befinden. Bei Schmerzen und Diarrhoen kann z.B. der 5-HTR-Antagonist Alosetron versucht werden. Einzelheiten zu Zulassungen, Nebenwirkungen und Verfügbarkeit in Deutschland besprechen Sie bitte mit Ihrer/m behandelnden Ärztin oder Arzt, z.B. anhand der aktuellen Leitlinien der DGVS.

letzte Aktualisierung: 15.05.2012
Verwendete Quellen: Layer P et al.: S3-Leitlinie zur Definition,… Z Gastroenterol 2011; 49: 237–293
Pott, G.: Koloskopie-Atlas, Schattauer-Verlag, 2004, 2. Auflage
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Artikelinformationen zu Reizdarm-Syndrom