Kann man einer Perforation im Magen-Darm-Trakt vorbeugen?
Die oben aufgeführten entzündlichen Grunderkrankungen im Magen-Darm-Trakt sollten soweit als möglich konsequent behandelt werden.
Für den Magen gilt: Geschwüre behandeln und die Abheilung durch
Gastroskopie kontrollieren lassen. Die Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatica (viele sogenannte
Rheuma- und Schmerzmittel) soweit als möglich auf kurze Zeit und eine niedrige Dosis begrenzen.
Grunderkrankungen des Darmes, auch bei wechselnden Schüben konsequent behandeln. Bei einer Sigmadivertikulitis in Zusammenschau von Darmspiegelung,
CT und Verlauf und Ausmaß der Entzündung rechtzeitig entscheiden, ob nicht eine elektive, vorbeugende
Resektion sinnvoll ist.
Im Zweifelsfall lieber einmal „umsonst“ den Arzt oder die Klinikambulanz aufsuchen! Diesen ist das Bild der Perforationsperitonitis bekannt, es müssen aber auch andere Ursachen für die Schmerzen ins Auge gefasst werden: Ein
Herzinfarkt, eine geplatzte Eileiterschwangerschaft oder ein
Darmverschluss ohne Perforation können ähnliche Symptome zeigen. Der Verlauf gibt dem Erfahrenen weitere Hinweise auf die Ursachen der Beschwerden, eine mehrfache Untersuchung oder Beobachtung im Krankenhaus ist für die zunächst nicht so dramatischen Fälle durchaus üblich.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
Artikelinformationen zu Perforationen im Magen-Darm-Trakt