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Krebs des Darmes - Behandlung / Therapie

Wie sieht die Behandlung aus?

Die größte Bedeutung in der Behandlung von Darmkrebs hat die Operation. Der gesamte vom Tumor betroffene Darmabschnitt und die nächstgelegenen Lymphknoten werden entfernt. Saß der Tumor in einem höheren Darmabschnitt (Dickdarmkrebs), werden die Enden dann einfach wieder zusammengenäht. Bei Sitz im Mastdarm (Rektum) sehr nahe am Darmausgang versucht man, den Schließmuskel zu erhalten. Am ehesten ist dies möglich, wenn der Tumor klein und noch nicht in die Muskelschicht der Darmwand eingedrungen ist. Aber auch größere Tumoren lassen sich durch eine vorgeschaltete Behandlung mit Strahlentherapie oder kombinierter Strahlen-Chemotherapie oft so verkleinern, dass der Schließmuskel erhalten werden kann. Gelingt dies nicht, muss der Darm auf Dauer einen künstlichen Ausgang durch die Bauchdecke erhalten (Stoma, Anus praeter).

Bei kleinen, nicht in die Tiefe vorgedrungenen und örtlich begrenzten Tumoren ist nach der Operation keine weitere Behandlung nötig. Wurden in den bei der Operation mitentfernten Lymphknoten Tumorzellen gefunden, erfolgt eine zusätzliche (adjuvante) Chemotherapie, die in regelmäßigen Abständen über mehrere Monate verabreicht wird. Bei Tumoren in den unteren zwei Dritteln des Mastdarms hat sich nach der Operation die Kombination der Chemotherapie und Strahlentherapie der ehemaligen Tumorregion bewährt, die das Risiko eines örtlichen Wiederauftretens der Erkrankung vermindern kann. Bei Mastdarmkrebs wird eine adjuvante Therapie auch dann empfohlen, wenn keine Lymphknoten befallen waren. Auch wenn bei Diagnosestellung bereits Metastasen vorhanden sind, ist die operative Entfernung des Tumors in der Regel die Methode der Wahl. Einzelne Fernmetastasen in Leber oder Lunge werden nach Möglichkeit ebenfalls operiert. Bei zahlreichen Metastasen wird eine Chemotherapie durchgeführt. Auch wenn die Erkrankung weit fortgeschritten ist, gibt es zur Linderung der Beschwerden vielfältige Möglichkeiten, einschließlich einer wirksamen Schmerztherapie.

Hoffnung richtet sich auch auf neue Behandlungsansätze, die gezielt in die Wachstumsregulation der Tumorzellen eingreifen und beispielsweise die Weiterleitung von Wachstumssignalen blockieren.

letzte Aktualisierung: 21.05.2012

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