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Kleinwuchs - Hintergrund / Einleitung

Kleinwuchs


Was ist unter Kleinwuchs zu verstehen?


Kleinwuchs ist definiert als ein Wachstum unterhalb der 3. Wachstumsperzentile (siehe die unten aufgeführten Wachstumskurven für Jungen und Mädchen: jeweils unterste eingezeichnete Kurve). Dies bedeutet, dass 3 % der Kinder und Jugendlichen des jeweiligen Alters und Geschlechts eine Körpergröße kleiner gleich der Größe auf der 3. Wachstumsperzentile haben. In den meisten Fällen ist dies kein krankhafter Zustand. Wenn z.B. die Eltern relativ klein sind, kann nicht erwartet werden, dass ihre Kinder groß sind. Die zu erwartende Größe (familiäre Zielgröße) lässt sich aus folgender Formel abschätzen: (Größe in cm Vater+Mutter)/2 + 6,5cm bei Jungen; - 6,5cm bei Mädchen).


Was sind die Ursachen von Kleinwuchs?


Häufig liegt dem Kleinwuchs auch nur eine Entwicklungsverzögerung zugrunde, bei der Wachstum- und Pubertätsentwicklung verspätet einsetzen. Dabei wird eine normale Endgröße erreicht, nur etwas später als bei den Altersgenossen. Hinweise auf eine Entwicklungsverzögerung sind verspäteter Zahnungsbeginn, Beginn der Brustentwicklung bei Mädchen nach dem 11. Lebensjahr, Beginn der Pubertätsentwicklung bei Jungen nach dem 13. Lebensjahr, sowie verspätetes Wachstum und verspäteter Pubertätsbeginn auch bei den Eltern.

Hinweise auf krankhafte Ursachen des Kleinwuchses sind:

  • Wachstumsstillstand (< 3-5 cm Wachstum / Jahr),
  • morgens nüchtern Erbrechen,
  • Kopfschmerzen,
  • vermehrter Durst und häufiges Wasserlassen.

Bei diesen Anzeichen sollte ein Kinder- und Jugendarzt oder Pädiatrischer Endokrinologe (Spezialist für Hormonstörungen im Kindes- und Jugendalter) aufgesucht werden. Dieser wird neben einer körperlichen Untersuchung unter anderem ein Röntgenbild der linken Hand anfertigen, aus dem man die ungefähre Endgröße ab dem 10. Lebensjahr berechnen kann, und ggf. auch Blut abnehmen um krankhafte Ursachen auszuschließen.

Ursachen des Kleinwuchses:

  • familiär (10-20%),
  • Entwicklungsverzögerung (30-40%),
  • Schilddrüsenunterfunktion,
  • Wachstumshormonmangel,
  • Störung der Nebennierenfunktion,
  • Knochenentwicklungsstörungen (dysproportionierter Kleinwuchs d.h. entweder Rumpf oder Arme und Beine verkürzt),
  • chronische Krankheiten insbesondere der Niere oder des Magen-Darmtraktes,
  • Chromosomenveränderungen (z.B. Turner Syndrom, SHOX-Mutation).
  • Intrauteriner Kleinwuchs: d.h. das Kind war bei Geburt schon wesentlich zu klein
Abbildung mit freundlicher Genehmigung von Pfizer
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Abbildung mit freundlicher Genehmigung von Pfizer
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letzte Aktualisierung: 14.05.2012

Artikelinformationen zu Kleinwuchs
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Portrait Prof. Reinehr

Prof. Dr. med. Thomas Reinehr

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