Symptome der Hepatitis C
Die Symptome der Hepatitis C sind sehr unscheinbar, die meisten Patienten bemerken die
Infektion überhaupt nicht. Manche Patienten verspüren eine verstärkte Müdigkeit, fühlen sich abgeschlagen und leistungsgemindert oder haben rechtsseitige Oberbauchbeschwerden. Die Entwicklung einer Gelbsucht ist eher selten.
Blutuntersuchungen im Rahmen der Hepatitis-C-Diagnostik
Das Hepatitis-C-Virus kann im Blut direkt über seine Erbinformation (
RNA) oder indirekt über die Antikörper, die von den weißen Blutzellen der Patienten gebildet werden, nachgewiesen werden. Ein positiver
RNA-Nachweis spricht für eine aktive Erkrankung, das Vorliegen von Antikörpern gegen das Hepatitis-C-Virus (anti-HCV) kann zwischen einer ausgeheilten Hepatitis-C-
Infektion und einer weiter bestehenden, chronischen
Infektion nicht unterscheiden. Auch bei Patienten, die von einer HepatitisC geheilt wurden, können daher noch lange Antikörper, nicht aber HCV-
RNA nachgewiesen werden. Grundlage der Diagnostik der Hepatitis C ist der Hepatitis-C-Antikörpernachweis (anti-HCV). Ist ein Patient anti-HCV-positiv (hat er also Hepatitis-C-Virus-Antikörper im Blut), sollte der direkte Virusnachweis z.B. mit einer sogenannten PCR (Polymerase-Kettenreaktion) erfolgen. Dies ist ein besonders empfindlicher Test zum Nachweis von Hepatitis-C-
Viren im Blut. In allen Fällen, in denen eine antivirale
Therapie erwogen wird, ist zusätzlich die Bestimmung der Menge der
Viren im Blut (Viruslast) und des Genotyps des Hepatitis-C-Virus sinnvoll. Die Leberwerte (GPT, GOT, auch „Transaminasen“ genannt) geben mit gewissen Einschränkungen Auskunft über die entzündliche Aktivität der Hepatitis. Normale Leberwerte bedeuten allerdings nicht, dass eine chronische Hepatitis C ausgeschlossen werden kann. Die Leberwerte werden auch zur Verlaufskontrolle während einer Behandlung bestimmt. Da bei Patienten mit einer chronischen Hepatitis C das Risiko der Entwicklung von
Leberkrebs erhöht ist, sollte in regelmäßigen Abständen (6 bis 12 Monate) der
Tumormarker des Leberzellkarzinoms, das Alpha-Fetoprotein, im Blut bestimmt werden. In ähnlichen Zeitabständen sollte eine
Ultraschalluntersuchung der Leber erfolgen.
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Leberbiopsie (Leberpunktion) und Hepatitis C
Um den Anteil der Bindegewebsfasern, die Entzündungsaktivität und den Grad der Verfettung in der Leber abschätzen zu können, kann eine Leberpunktion sinnvoll sein. Bei einer Leberpunktion wird unter örtlicher Betäubung ein kleines Gewebsstück entnommen und unter dem Mikroskop feingeweblich (histologisch) untersucht. Bei einer vollständigen histologischen Begutachtung wird die entzündliche Aktivität (
Grading) und das Fibrosestadium (Staging) getrennt voneinander ausgewiesen. „Gesunde“ Hepatitis-C-Virusträger (
Viren im Blut nachweisbar, normale Leberwerte und normale Lebergewebsprobe) kommen nur sehr selten vor. Bei der Mehrzahl der Patienten lassen sich selbst bei normalen Leberwerten Zeichen einer chronischen Hepatitis im Lebergewebe nachweisen.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
Artikelinformationen zu Hepatitis C (Leberentzündung Typ C)