Starker Durchfall trocknet aus Für Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen können Durchfälle, die länger als drei Tage anhalten, lebensbedrohlich werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Europäische Gesellschaft für Pädiatrische
Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung warnen davor, solche Patienten mit Hausrezepten zu behandeln. Durch die starken
Wasser- und Elektrolytverluste trocknet der Körper aus. Zusätzliches Erbrechen verschlimmert die Situation. Organschäden und im schlimmsten Fall Herzversagen sind die Folge. Mit
Elektrolyt-Gemischen kann man dem entgegen wirken. Nicht empfehlenswert, so die Organisationen, seien Hausmitteln wie "Salzstangen und Cola". Coffein reizt den Magen-Darm-Trakt und entzieht dem Körper zusätzlich
Wasser.
Medizinische Kohle Wechselwirkung mit anderen Medikamenten
Kohle-Compretten können die Wirkung anderer Medikamente beeinträchtigen. Deshalb: nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln einnehmen. Da medizinische Kohle unverändert wieder ausgeschieden wird, kommt es nach der Einnahme von Kohle-Compretten zu einer Schwarzfärbung des Stuhls.
Pektin Wechselwirkung mit anderen Medikamenten Pektin kann andere Arzneimittel binden und deren Wirkung beeinträchtigen. Nehmen Sie andere Medikamente zeitversetzt ein (mindestens 2 Stunden).
Gerbstoffe Wechselwirkung mit anderen Medikamenten Gerbstoffe können die Aufnahme von Arzneimitteln behindern. Dies ist beispielsweise bei Medikamenten, die
Digitalis enthalten, der Fall. Solche Medikamente werden z.B. bei Herzschwäche eingesetzt.
Uzarawurzel Wechselwirkung mit anderen Medikamenten Pflanzenauszüge von Uzarawurzelstock können die Wirkung von Digitalispräparaten ebenfalls verstärken.
Mikroorganismen Vorsicht mit pilzwirksamen Mitteln und Antibiotika Bei den Mikroorganismen, die gegen Durchfall eingesetzt werden, handelt es sich um Bakterien oder Pilze. Dementsprechend kann ihre Wirkung durch Antipilzmittel oder
Antibiotika (Medikamente, die Bakterien bekämpfen) stark beeinträchtigt werden.
letzte Aktualisierung: 26.04.2010
Autor -
Elisabeth Kanz Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie
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