KH Nordwest Darm 2

medführer Startseite » Verdauung » Krankheiten » Durchfall » Vorsorge

Durchfall - Vorsorge


Starker Durchfall trocknet aus
Für Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen können Durchfälle, die länger als drei Tage anhalten, lebensbedrohlich werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Europäische Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung warnen davor, solche Patienten mit Hausrezepten zu behandeln. Durch die starken Wasser- und Elektrolytverluste trocknet der Körper aus. Zusätzliches Erbrechen verschlimmert die Situation. Organschäden und im schlimmsten Fall Herzversagen sind die Folge. Mit Elektrolyt-Gemischen kann man dem entgegen wirken. Nicht empfehlenswert, so die Organisationen, seien Hausmitteln wie "Salzstangen und Cola". Coffein reizt den Magen-Darm-Trakt und entzieht dem Körper zusätzlich Wasser.

Medizinische Kohle

Wechselwirkung mit anderen Medikamenten
Kohle-Compretten können die Wirkung anderer Medikamente beeinträchtigen. Deshalb: nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln einnehmen. Da medizinische Kohle unverändert wieder ausgeschieden wird, kommt es nach der Einnahme von Kohle-Compretten zu einer Schwarzfärbung des Stuhls.

Pektin

Wechselwirkung mit anderen Medikamenten
Pektin kann andere Arzneimittel binden und deren Wirkung beeinträchtigen. Nehmen Sie andere Medikamente zeitversetzt ein (mindestens 2 Stunden).

Gerbstoffe

Wechselwirkung mit anderen Medikamenten
Gerbstoffe können die Aufnahme von Arzneimitteln behindern. Dies ist beispielsweise bei Medikamenten, die Digitalis enthalten, der Fall. Solche Medikamente werden z.B. bei Herzschwäche eingesetzt.

Uzarawurzel

Wechselwirkung mit anderen Medikamenten
Pflanzenauszüge von Uzarawurzelstock können die Wirkung von Digitalispräparaten ebenfalls verstärken.

Mikroorganismen

Vorsicht mit pilzwirksamen Mitteln und Antibiotika
Bei den Mikroorganismen, die gegen Durchfall eingesetzt werden, handelt es sich um Bakterien oder Pilze. Dementsprechend kann ihre Wirkung durch Antipilzmittel oder Antibiotika (Medikamente, die Bakterien bekämpfen) stark beeinträchtigt werden.
letzte Aktualisierung: 26.04.2010
Autor - Elisabeth Kanz Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie
Als Autor anmelden

Weitere Informationen zum Thema

Spezialisten finden

Hier finden Sie Ihren Internisten, Gastroenterologen und Viszeralchirurgen

Bewerten Sie Ihren Arzt

medführer Arztbewertung

Geben Sie Ihrem Arzt ein Feedback und beteiligen Sie sich aktiv an medizinischer Transparenz.




Anzeigen Service


Anzeige Krankenversicherung

Krankenversicherung