Medikamente bei Durchfall
Die Behandlung von Durchfall ist je nach Ursache unterschiedlich. Manchmal ist es besser, Durchfall hemmende Medikamente einzunehmen, manchmal sollte man abwarten bis die Schadstoffe oder Keime ausgeschieden wurden.
Generell ist es wichtig, viel zu trinken. Pro Tag sollten Sie mindestens 2,5 - 3 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Der Körper verliert bei Durchfall viel
Wasser und lebensnotwendige Salze wie Natrium- und Kalium-Verbindungen. Fachleute sprechen von Elektrolyten. Diese Salze benötigt der Körper unter anderem, um den Wasserhaushalt zu regulieren.
Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen können die Verluste bei starkem Durchfall kaum verkraften. Hier ist es ratsam, den Salzverlust durch
Elektrolyt-Gemische auszugleichen.
Bei Durchfall eignen sich stilles
Wasser, schwarzer Tee oder
Magen-Darm-Tee zum Trinken.
Fenchel und Kümmel helfen bei Blähungen, Kamille und Pfefferminze wirken entkrampfend und Kamille zusätzlich entzündungshemmend. Wer keinen Tee mag, kann die heilende Wirkung der Arzneipflanzen in Form von Tropfen zu sich nehmen. Es gibt auch
Pflanzenauszüge, die direkt auf die Darmmuskulatur wirken. Auszüge von Uzarawurzel wirken entspannend und krampflösend auf den Darm. Sie eignen sich allerdings nicht für Menschen, die gleichzeitig
Digitalis-haltige Medikamente einnehmen.
Bei starken Durchfällen helfen kurzfristig Zubereitungen, die den Wirkstoff
Loperamid enthalten. Er hemmt die Darmtätigkeit. Entsprechende Medikamente sollen allerdings nicht länger als zwei Tage eingenommen werden.
Gerbstoffe (Tannine) dichten die Darmschleimhaut ab. Der Wirkstoff
Ethacridin hat desinfizierende Eigenschaften.
Medizinische Kohle hilft bei akuten Durchfällen. Das feingemahlene Pulver oder die Tabletten werden mit
Wasser vermengt und getrunken. Schadstoffe, beispielweise Bakterien oder deren Gifte werden so gebunden. Bestimmte chemische Substanzen können ebenfalls gebunden werden, weshalb man
medizinische Kohle auch bei Vergiftungen einsetzt.
Pektin (Apfelpektin) ist ein Quellstoff, der das Stuhlvolumen vergrößert. Der Darminhalt wird dadurch gefestigt. Mikroorganismen wie
Milchsäurebakterien oder
Escherichia coli helfen die Darmflora wieder herzustellen.
Saccharomyces-Hefen lindern den Durchfall und Krampfbeschwerden.
letzte Aktualisierung: 26.04.2010
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