KH Nordwest Darm 2

medführer Startseite » Verdauung » Krankheiten » Durchfall » Medikamente

Durchfall - Medikamente


Medikamente bei Durchfall


Die Behandlung von Durchfall ist je nach Ursache unterschiedlich. Manchmal ist es besser, Durchfall hemmende Medikamente einzunehmen, manchmal sollte man abwarten bis die Schadstoffe oder Keime ausgeschieden wurden.

Generell ist es wichtig, viel zu trinken. Pro Tag sollten Sie mindestens 2,5 - 3 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Der Körper verliert bei Durchfall viel Wasser und lebensnotwendige Salze wie Natrium- und Kalium-Verbindungen. Fachleute sprechen von Elektrolyten. Diese Salze benötigt der Körper unter anderem, um den Wasserhaushalt zu regulieren. Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen können die Verluste bei starkem Durchfall kaum verkraften. Hier ist es ratsam, den Salzverlust durch Elektrolyt-Gemische auszugleichen.

Bei Durchfall eignen sich stilles Wasser, schwarzer Tee oder Magen-Darm-Tee zum Trinken. Fenchel und Kümmel helfen bei Blähungen, Kamille und Pfefferminze wirken entkrampfend und Kamille zusätzlich entzündungshemmend. Wer keinen Tee mag, kann die heilende Wirkung der Arzneipflanzen in Form von Tropfen zu sich nehmen. Es gibt auch Pflanzenauszüge, die direkt auf die Darmmuskulatur wirken. Auszüge von Uzarawurzel wirken entspannend und krampflösend auf den Darm. Sie eignen sich allerdings nicht für Menschen, die gleichzeitig Digitalis-haltige Medikamente einnehmen.

Bei starken Durchfällen helfen kurzfristig Zubereitungen, die den Wirkstoff Loperamid enthalten. Er hemmt die Darmtätigkeit. Entsprechende Medikamente sollen allerdings nicht länger als zwei Tage eingenommen werden. Gerbstoffe (Tannine) dichten die Darmschleimhaut ab. Der Wirkstoff Ethacridin hat desinfizierende Eigenschaften. Medizinische Kohle hilft bei akuten Durchfällen. Das feingemahlene Pulver oder die Tabletten werden mit Wasser vermengt und getrunken. Schadstoffe, beispielweise Bakterien oder deren Gifte werden so gebunden. Bestimmte chemische Substanzen können ebenfalls gebunden werden, weshalb man medizinische Kohle auch bei Vergiftungen einsetzt. Pektin (Apfelpektin) ist ein Quellstoff, der das Stuhlvolumen vergrößert. Der Darminhalt wird dadurch gefestigt. Mikroorganismen wie Milchsäurebakterien oder Escherichia coli helfen die Darmflora wieder herzustellen. Saccharomyces-Hefen lindern den Durchfall und Krampfbeschwerden.
letzte Aktualisierung: 26.04.2010
Als Autor anmelden

Weitere Informationen zum Thema

Spezialisten finden

Hier finden Sie Ihren Internisten, Gastroenterologen und Viszeralchirurgen

Bewerten Sie Ihren Arzt

medführer Arztbewertung

Geben Sie Ihrem Arzt ein Feedback und beteiligen Sie sich aktiv an medizinischer Transparenz.




Anzeigen Service


Anzeige Krankenversicherung

Krankenversicherung