
Heilen lässt sich die Krankheit bisher nur durch eine Operation - die komplette Entfernung des Dickdarms (Kolektomie). Dies ist allerdings nur bestimmten Komplikationen und schweren Verläufen vorbehalten, bei denen die Symptome sich nicht durch die medikamentöse Behandlung bessern. Ziel der letzteren ist zum einen, die Zeit zwischen den Krankheitsschüben zu verlängern, zum anderen, die Schübe abzumildern.
Verwendet werden dafür entzündungshemmende Mittel, die wenn möglich nur am Ort des Geschehens zum Einsatz kommen (z.B. durch Zäpfchen), in schwereren Fällen aber auch durch die Blutbahn gegeben werden müssen. Wichtige Medikamente sind bei leichteren Verläufen Aminosalizylate, sonst Kortisonpräparate. Helfen diese nicht, werden Mittel, die das Immunsystem bremsen (Immunsuppresiva), verschrieben.
Noch in Erprobung sind die zusätzliche Gabe von Antibiotika, Weihrauchextrakte und sog. Wachstumsfaktoren. Zur Milderung der Krankheitsschübe werden auch Probiotika, also bestimmte Bakterien, die die Darmflora verbessern (Escherichia coli Nissle) empfohlen.
Eine vielversprechende Alternative könnte der regelmäßig 2-mal monatlich eingenommene "Cocktail" aus Eiern des Schweine-Peitschenwurms sein. Aus diesen sollen im Darm die Parasiten schlüpfen, die nach kurzer Zeit sterben und ausgeschieden werden. Dahinter steht die Idee, dass dadurch das Immunsystem stimuliert wird. Die Wirksamkeit ist noch nicht bewiesen.
Der genaue Behandlungsplan richtet sich nach dem individuellen Verlauf, der Schwere der Erkrankung, dem Alter des Patienten und danach, ob ein akuter Schub vorliegt ("Akuttherapie") oder dieser nur verhindert werden soll ("Erhaltungstherapie").
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