
Frühsymptome bereitet das Pankreaskarzinom selten. Der Tumor wächst meist lange Zeit unbemerkt. Das liegt daran, dass die länglich geformte Bauchspeicheldrüse etwas "versteckt" hinter dem Magen und mit ihrem "Kopf" in der C-förmigen Biegung des Zwölffingerdarms liegt. Eine wachsende Geschwulst stößt nicht auf "Widerstand". Schmerzen im Oberbauch, oft mit Ausstrahlung zur Wirbelsäule, sind meist Zeichen einer schon ausgedehnten Erkrankung, ebenso allgemeine Krankheitszeichen wie Appetit- und Gewichtsverlust.
Wenn der Tumor im "Kopf" der Drüse entsteht, kann er den von der Gallenblase kommenden Gallengang einengen, der zusammen mit dem Ausführungsgang des Pankreas in den Zwölffingerdarm mündet. Rückstau der Gallenflüssigkeit führt dann zur Gelbfärbung der Haut (Ikterus). Etwa drei Viertel der Pankreaskarzinome entwickeln sich im Pankreaskopf.
Bei Verdacht auf einen Tumor in der Bauchspeicheldrüse können eine Spiegelung des oberen Dünndarms und eine Computertomographie diesen sichtbar machen. Bei der Spiegelung wird gleichzeitig vom Darm aus ein Kontrastmittel in den Ausführungsgang des Pankreas gespritzt, der sich dann auf dem Röntgenbild darstellt. Unregelmäßigkeiten oder Unterbrechungen im Verlauf des Ganges weisen auf den Sitz des Tumors hin. Ebenfalls im Rahmen einer Spiegelung kann mit einem kleinen Schallkopf, der in den Zwölffingerdarm vorgeschoben wird, eine Ultraschalluntersuchung der Drüse vom Darm aus durchgeführt werden (Endosonographie).
Manchmal ist auch noch eine Kernspintomographie sinnvoll. Ziel der Untersuchungen ist die Feststellung der Ausdehnung des Tumors, deren Kenntnis für die Behandlungsplanung wichtig ist.
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