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Bauchspeicheldrüsenkrebs - Behandlung / Therapie

Falls sich der Verdacht auf einen Tumor bestätigt, stellt sich die Frage, ob er operiert werden kann. Wegen des versteckten und unbemerkten Wachstums ist die Geschwulst aber häufig schon so ausgedehnt, dass dies nicht mehr möglich ist. Am ehesten gelingt die Operation bei Tumoren im Kopf des Pankreas. Wegen des frühzeitigen Drucks auf den Gallengang werden diese Tumoren oft etwas früher erkannt. Bei der Operation wird ein großer Teil der Drüse, manchmal auch das gesamte Pankreas entfernt, ebenso der große Gallengang und die Gallenblase, der Zwölffingerdarm und ggf. der untere Teil des Magens sowie Lymphknoten der Umgebung. Der Magen wird dann mit dem restlichen Dünndarm verbunden, und die Gallengänge werden dort eingepflanzt. Tatsächlich ist die vollständige Operation nur bei weniger als einem Fünftel der Patienten möglich. Oft sind aber wegen der örtlichen Ausdehnung des Tumors und Druck auf den Darm und die Gallenwege Eingriffe nötig, die die Durchgängigkeit des Darms und den Abfluss der Gallenflüssigkeit erhalten bzw. wieder herstellen. Insbesondere das Offenhalten des Gallenganges ist auch durch endoskopische Einlage einer "Schiene" möglich.



Für Patienten, die nicht operiert werden können, kommt eine Behandlung mit krebswachstumshemmenden Medikamenten (zytostatische Chemotherapie) in Frage, bei örtlich begrenzten Tumoren evtl. in Kombination mit einer Bestrahlung. Auch wenn dies die Erkrankung nicht heilen kann, wird der Verlauf günstig beeinflusst, die tumorbedingten Beschwerden werden gelindert. Im Anschluss an die Operation eines Pankreaskarzinom hat eine zusätzliche Chemotherapie möglichweise ebenfalls Vorteile. Ob bei großen Tumoren ohne Metastasen eine vorgeschaltete Chemo- oder Chemo-/Strahlentherapie die Geschwulst verkleinern und doch noch operierbar machen kann, wird untersucht. Durch das Tumorwachstum verursachte Beschwerden lassen sich durch eine gute, sorgfältig geplante medikamentöse Schmerztherapie bekämpfen. Auch eine Strahlenbehandlung oder die Einspritzung von Alkohol in das Tumorgebiet, die zur Zerstörung von Nerven führt, können Schmerzen lindern.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012

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