Laparoskopische Pankreaslinksresektion
Die laparoskopische Pankreaslinksresektion bietet gegenüber der offenen Methode einige Vorteile. Auf Grund der geringen Fallzahlen und der technisch komplexen Durchführung kann bei der laparoskopischen Pankreaslinksresektion allerdings nicht von einer allgemein verbreiteten und standardisierten Technik gesprochen werden. Die laparoskopische Pankreaschirurgie sollte daher Zentren mit ausgewiesener laparoskopischer Expertise vorbehalten bleiben.
Hintergrund zur laparoskopischen Pakreaslinksresektion: Die Bauchspeicheldrüse und ihre Tumoren
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| Abb. 1: Grundlegende Anatomie des Pankreas |
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Die Bauchspeicheldrüse (
Pankreas) des Menschen ist ein etwa 15–20 cm langes, 3–4 cm breites und 1–2cm dickes keilförmiges Organ, welches im Oberbauch hinter dem Magen gelegen ist. Man unterscheidet beim Menschen drei Abschnitte der Bauchspeicheldrüse: den Pankreaskopf (Caput pancreatis), den Pankreaskörper (Corpus pancreatis) und den Pankreasschwanz (Cauda pancreatis). Das
Pankreas liegt unmittelbar hinter dem Magen. Der Zwölffingerdarm und die Milz sind die rechts- bzw. linksseitigen Begrenzungen, nach unten wird es durch den queren Dickdarm begrenzt. Hinter der Bauchspeicheldrüse verlaufen die großen Blutgefäße des Bauchraums (Aorta und untere Hohlvene) (Abb. 1).
Tumoren im Pankreasschwanz führen nicht zu einer Verlegung der Gallen- oder Pankreaswege, im Gegensatz zu den Tumoren im Bereich des Pankreaskopfes. Dies erklärt, warum sie nur selten symptomatisch werden. Ihr Nachweis erfolgt meist zufällig im Rahmen anderer Untersuchungen wie Computertomographien oder
Ultraschalluntersuchung (
Sonographie).
Die Notwendigkeit (Indikation) zur Pankreasschwanz- bzw. Pankreaslinksresektion ergibt sich somit zur Klärung des biologischen Wachstumsverhaltens (Dignität) der Tumoren und zur deren definitiven
Therapie. Diese besteht in der vollständigen Entfernung mit einem entsprechenden Sicherheitsabstand, um ein erneutes Auftreten (
Rezidiv) zu verhindern.
letzte Aktualisierung: 27.05.2012
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