Operation bei Mastdarmvorfall
Für die Operation eines Mastdarmvorfalls stehen viele verschiedene Techniken zur Verfügung. In mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen konnte die Effektivität und die Sicherheit der laparoskopischen Resektionsrektopexie untermauert werden.
Was ist ein Mastdarmvorfall?
Ein Vorfall des Mastdarms (Rektumprolaps) ist charakterisiert durch den teleskopartigen Vorschub des Enddarms nach unten in Richtung des Analkanals. Hierbei lässt sich der beginnende, partielle Rektumprolaps (Grad I), der innere Rekumprolaps, der wie Grad I von außen nicht zu erkennen ist (Grad II) und der komplette, nach außen hervortretende Vorfall (Grad III) unterscheiden. Letzterer tritt häufig im Rahmen des Pressvorganges beim Stuhlgang auf und ähnelt vom Aspekt einem Bienenkorb. In über 90 % der Fälle sind Frauen betroffen, wobei die Häufigkeit der Erkrankung mit zunehmendem Lebensalter ansteigt.
Die Beschwerden, die mit einem Mastdarmvorfall einhergehen, sind vielfältig. Juckreiz, Schleimabsonderung, Fremdkörpergefühl, Eindruck der inkompletten Darmentleerung nach dem Stuhlgang, Störung der Kontinenz und chronische
Verstopfung können einzeln oder in Kombination die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken.
Zahlreiche anatomische Veränderungen gehen mit dem Mastdarmvorfall einher. Letztlich ist nicht geklärt, was Begleiterscheinungen und was ursächliche Veränderungen sind. Es kommt unter anderem zu einem Absinken des Beckenbodens, einer Dehnung des Schließmuskelapparates, einer Lockerung der bindegewebigen Aufhängung des Mastdarms und einer relativen Verlängerung von weiter oben liegenden Abschnitten des Dickdarms.
letzte Aktualisierung: 26.05.2012
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