Thorakoskopisch-laparoskopische Ösophagusresektion
Die thorakoskopisch-laparoskopische Ösophagusresektion stellt einen großen Fortschritt dar, da nicht mehr der gesamte Brustkorb und Bauchraum zur Entfernung der Speiseröhre eröffnet werden müssen. Durch diese atraumatische, minimalinvasive und für den Patienten weniger belastende Technik kann bereits direkt nach der Ösophagusresektion der Beatmungsschlauch entfernt werden.
Die Vorteile der thorakoskopisch-laparoskopischen Ösophagusresektion
Bösartige Tumore der Speiseröhre beschränken sich im Wesentlichen auf zwei unterschiedliche Entitäten: Das Plattenepithelcarzinom und das Adenocarzinom. Trotz des gleichen Ursprungsorgans, nämlich der Speiseröhre, unterscheiden sich beide Entitäten ganz wesentlich. Patienten, die an einem Plattenepithelcarzinom leiden, sind oder waren in aller Regel alkoholkrank, sind mangelernährt, haben begleitende Lungenerkrankungen und Leberfunktionsstörungen. Patienten mit Adenocarzinomen des Ösophagus hingegen sind häufig übergewichtig, haben eine jahre- oder jahrzehntelange Refluxerkrankung (
Sodbrennen mit Entzündung der Speiseröhre), leiden an hohem Blutzucker (
Diabetes mellitus) und
Bluthochdruck.
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| Pohl und Welch, J Natl Cancer Inst 2005 |
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| Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V., 2008 |
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Dies macht deutlich, dass dieses Patientengut per se ein Hochrisiko-Krankengut darstellt. Führt man sich nun vor
Augen, dass die Entfernung der Speiseröhre die Eröffnung des Brustkorbes (Thorax) und des Bauchraumes notwendig macht, so wird klar, dass dieser Eingriff bei einem ohnehin schon vorerkrankten Patientengut eine große Herausforderung für die moderne
Chirurgie unserer Zeit darstellt.
In diesem Zusammenhang stellt die minimalinvasive
Chirurgie in der so genannten Schlüssellochtechnik einen großen Fortschritt dar. Ist es nicht mehr notwendig, den gesamten Brustkorb und gleichzeitig den gesamten Bauchraum zur Entfernung der Speiseröhre zu eröffnen, sondern nur über einige, wenige Millimeter große Zugänge zu operieren, kann dies für die betroffenen Patienten von außerordentlichem Nutzen sein:
Kleinere Zugänge und somit weniger Schmerzen vermindern das Risiko der gefürchteten postoperativen Lungenentzündung, da die Patienten bereits am Operationstag extubiert und selbständig mobilisiert werden können. Die Darmtätigkeit kommt schneller in Gang, der Kostaufbau kann zügig erfolgen. Das verminderte Zugangstrauma wird vom eigenen Körper mit sehr viel weniger Ausschüttung von Stresshormonen beantwortet, als dies bei offenen Operationen der Fall ist. Somit wird das eigene
Immunsystem weniger belastet.
letzte Aktualisierung: 27.05.2012
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