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Koloskopie - Hintergrund


Die Koloskopie (Dickdarmspiegelung) - zwar eine risikoarme, aber dafür nicht besonders angenehme Untersuchung, auf die der Patient sorgfältig vorbereitet werden muss. Neueste Entwicklungen bei den bildgebenden Verfahren versprechen nun Erleichterung für die Patienten. Noch fehlt allerdings eine ausreichende Zahl an Studien, um z.B. die virtuelle Koloskopie als Reihenuntersuchungen wissenschaftlich abzusichern.

Die Koloskopie (Kolon=der Darm; scopein=sehen), bei der das Innere des Enddarms, des Dickdarms und des letzten Teils des Dünndarms dargestellt werden kann, gehört zu den häufigsten Untersuchungen bei der Suche nach Tumoren des Dickdarms.

Darmkrebs stellt in Deutschland die zweithäufigste Krebstodesursache dar. Jedes Jahr treten 52.000 Neuerkrankungen auf, etwa 30.000 Menschen sterben daran. Bei rechtzeitiger Erkennung ist die Erkrankung in fast allen Fällen vollständig heilbar.

Seit Oktober 2002 gehört die Koloskopie als Vorsorgeuntersuchung in den Leistungskatalog der Krankenkassen. Danach kann jeder Patient ab dem 55. Lebensjahr eine Darmspiegelung in Rahmen der Krebsvorsorge durchführen lassen. Als Vorsorgeuntersuchung kann die Koloskopie im Abstand von 10 Jahren zweimal in Anspruch genommen werden. Studien haben aber gezeigt, dass sich nur 1 % der gesunden Bevölkerung freiwillig dieser unangenehmen und auch schmerzhaften Untersuchung unterziehen würde - selbst wenn diese kostenlos wäre.

letzte Aktualisierung: 25.01.2010
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