Für die Durchführung einer Darmspiegelung (Koloskopie) gibt es verschiedene Gründe. Die häufigsten Koloskopie-Indikationen sind Darmbluten, Teerstuhl, Darmkrebssuche, unklarer Gewichtsverlust, Verdacht einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, unklare Bauchschmerzen, unklare Durchfälle oder auch Verstopfung. Seit einigen Jahren wird die Vorsorge-Koloskopie ab dem 55. Lebensjahr zur Früherkennung von Darmkrebs von den Krankenkassen bezahlt.
Ein
Koloskop ist ein langer flexibler Schlauch, der an seiner Spitze mit einem Videochip und einer Lichtquelle bestückt ist. So kann der Darm ausgeleuchtet und die Bilder auf einen Monitor zur Betrachtung übertragen werden. Die Spitze des Schlauches kann über zwei Steuerräder in vier Richtungen bewegt werden, so dass der gesamte Darm eingesehen werden kann.
Im Inneren des Schlauches verbergen sich kleine Kanäle, über die Luft und Spülflüssigkeit eingebracht werden können. Desweiteren können über einen Arbeitskanal kleine Instrumente zum Abtragen von Polypen oder Probeentnahmen in den Darm vorgebracht werden.
Die Darmspiegelung ist insgesamt eine sehr sichere Untersuchung, die auch bis ins hohe Alter durchgeführt werden kann. Die Verletzungsgefahr des Darmes ist bei der Koloskopie sehr gering. In sehr seltenen Fällen kann der Darm jedoch durch das Gerät so verletzt werden, dass anschließend eine Operation notwendig wird.
Insbesondere Patienten mit schweren Herzkreislauf- oder Lungenerkrankungen können auf die Schlafmedikamente unerwünscht reagieren. Ernsthafte Probleme sind jedoch sehr selten und können meistens schnell behoben werden.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
Artikelinformationen zu Koloskopie (Darmspiegelung)