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Herzinsuffizienz - Hintergrund / Einleitung

Herzinsuffizienz


Unter Herzinsuffizienz werden akute oder chronische Zustände verstanden, in denen das Herz den Organismus nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgen kann. Leitsymptom der Herzinsuffizienz ist die Luftnot bei körperlicher Belastung. Die häufigste Ursache einer Herzinsuffizienz ist die koronare Herzerkrankung.

Definition der Herzinsuffizienz


Unter Herzinsuffizienz versteht man akute oder chronische Zustände, in denen das Herz nicht in der Lage ist, den Organismus mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen, um den Stoffwechsel in Ruhe sowie unter körperlicher Belastung aufrechtzuerhalten. Diese Definition ist an diejenige der WHO angelehnt. Der folgende Text bezieht sich im Wesentlichen auf die chronische Herzinsuffizienz. Die Definition des Begriffes bezieht sich zunächst nicht auf die Ursache der Herzinsuffizienz.


Ursachen einer Herzinsuffizienz


Die weitaus häufigste Ursache einer chronischen Herzinsuffizienz ist die koronare Herzerkrankung, insbesondere hier der Status nach einem Myokardinfarkt. Ebenso sind dies aneurysmatisches Aussacken des Herzmuskelgewebes sowie chronische Minderversorgung des Herzens mit diffuser koronarer Herzerkrankung.

Die zweite große Gruppe der Ursachen einer Herzinsuffizienz umfasst den Bluthochdruck sowie die hypertensive Herzerkrankung. Sehr viel weniger häufig sind Kardiomyopathien als Folge infektiöser und toxischer Schädigungen des Herzmuskelgewebes. Auch eine Schwangerschaft oder Autoimmunerkrankungen können Ursache solcher Kardiomyopathien sein. Angeboren sind Erkrankungen des Herzmuskelgewebes, welche zu einer erheblichen Zunahme der Muskelmasse führen. Je nach Lokalisation dieser Erkrankung kommt es bei der Kontraktion des Herzens unter diesen Bedingungen zu einer Verlegung des Ausflusstraktes und damit zu erheblichen Behinderungen in der Leistungsfähigkeit des Myokards (hypertrophe Kardiomyopathie). Andere Kardiomyopathien führen zu einer mangelhaften Aufnahme des Blutes durch die linke Kammer. Dies sind insbesondere die Infiltrationen des Gewebes durch Erkrankungen wie die Amyloidose, die Sarkoidose oder die Hämochromatose.


Weitere Ursachen für eine Herzinsuffizienz sind langsame (bradykarde) oder schnelle Herzrhythmusstörungen (Tachykardien). Man spricht im letzteren Fall auch von einer Tachykardiomyopathie. Heutzutage seltener sind angeborene oder erworbene Erkrankungen der Herzklappen wie die Mitralklappeninsuffizienz, die hochgradige Aortenklappenstenose oder Aortenklappeninsuffizienz, der große Vorhofseptumdefekt oder auch der Ventrikelseptumdefekt.

Weitere, seltene Ursache einer Herzinsuffizienz kann der Perikarderguss mit Perikardtamponade oder aber die chronische Perikarderkrankung, wie z.B. eine konstriktive Perikarditis sein. Weiterhin kann es zu einer chronischen Herzinsuffizienz kommen bei Kurzschlussschaltungen des Blutkreislaufes sowie einer AV-Fistel, einer Anämie oder auch einer massiven Erhöhung des Schilddrüsenhormons.
letzte Aktualisierung: 06.05.2013

Artikelinformationen zu Herzinsuffizienz
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Prof. Dr. med. Andreas van de Loo

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