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Ursachen - Ursachen der Herzschwäche

Ursachen von Herzkreislauferkrankungen

Die wichtigsten Herzkreislaufkrankheiten sind in Tabelle 1 wiedergegeben. Die Ursachen der Herzkreislaufkrankheiten sind sehr gut erforscht. Natürlich gibt es viele Teilbereiche, in denen immer wieder neue Erkenntnisse gewonnen werden. Doch die wichtigsten Ursachen der Erkrankung sind gut bekannt und können entsprechend wirkungsvoll behandelt werden. Dabei ist es wichtig, zu beachten, dass die verschiedenen Herzkreislaufkrankheiten in vieler Hinsicht gemeinsame Ursachen haben. 

Herzerkrankungen Die Vorbeugung und Behandlung der verschiedenen Krankheitsbilder verlaufen deshalb ausgesprochen ähnlich und werden zunehmend unter einheitlichen Gesichtspunkten gesehen. An erster Stelle der Ursachen der Herzkreislaufkrankheiten stehen die so genannten ursächlichen Risikofaktoren. Für diese Risikofaktoren ist eindeutig erwiesen, dass sie unmittelbar zur Entstehung von Herzkreislaufkrankheiten beitragen („ursächlich“).

Die Bedeutung dieser Risikofaktoren ist in sehr großen bevölkerungsbezogenen Studien belegt worden. Wenn ein solcher Risikofaktor vorliegt, so führt er unter bestimmten Umständen zur Ausbildung von Ablagerungen in den Gefäßen. Diese Ablagerungen liegen den in Tabelle 1 aufgeführten Krankheitsbildern zugrunde. Schon bei Kindern und Jugendlichen mit Risikofaktoren findet man Ablagerungen in den Gefäßen. Insofern sind Herzkreislaufkrankheiten häufig durch einen fast lebenslangen Krankheitsprozess gekennzeichnet, der dann zu einem bestimmten Zeitpunkt an die Oberfläche tritt.

In vielen Fällen wird der Krankheitsprozess durch ein für den Betroffenen katastrophales Ereignis offenbar, häufig gar durch den plötzlichen Herztod. Auch bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall besteht aber in vielen Fällen bereits ein ausgeprägter Befall des Gefäßsystems, sodass eine Behandlung schwierig ist. Es wird deshalb angestrebt, die Erkrankung bereits im Stadium der Entwicklung von Ablagerungen zu behandeln, bevor es zum eigentlichen Ausbruch kommt.

Personen, die keinen einzigen der vier ursächlichen Risikofaktoren aufweisen, leiden kaum jemals an Herzkreislaufkrankheiten und haben ein, gegenüber dem Durchschnitt um 6 - 10 Jahre verlängerte Lebenserwartung. Solche Personen machen nur 5 - 10 % der Bevölkerung in den westlichen Industrienationen aus. Die ausgezeichnete Gesundheit dieser Menschen zeigt an, was man durch die Behandlung der Risikofaktoren erreichen kann. Die Tabelle 2 listet die ursächlichen Risikofaktoren auf und zeigt die eindeutig erhöhten Bereiche der Messwerte bzw. den Bereich, der als wünschenswert gilt.

ursächliche Risikofaktoren

Es gibt eine ständig wachsende Liste von weiteren Risikofaktoren, die häufig bei Herzkreislaufkrankheitengefunden werden, deren ursächliche Bedeutung aber noch nichtgenau geklärt ist. Einige der bedeutenderen unter diesen möglichen Risikofaktoren sind Auffälligkeiten im Blutgerinnungssystem, erhöhte Neutralfette im Blut („Triglyzeride“)und vermehrte Entzündungszeichen. Noch wichtiger aber erscheint die Beobachtung,dass es daneben auch sogenannte prädisponierende Risikofaktoren gibt. Dabei handeltes sich um Faktoren, welche die schädliche Wirkung der anderen Risikofaktorenbegünstigen. Solche Faktoren sind insbesondere: eine familiäre (erbliche) Veranlagung, Übergewicht bzw. Fettsucht, körperliche Inaktivität und negativer Stress („psychosozialeFaktoren“) (s. Abb.3). Leider kann die familiäre Veranlagung naturgemäß nicht beeinflusst werden. Auch Übergewicht, körperliche Inaktivität und negativer Stress sind nicht immer einfach zu beeinflussen. In diesem Bereich – im weitesten Sinne eine gesundeLebensführung, die auch die Ernährung mit einschließt – kann eine sehrwirksame Vorbeugung gegen Herzkreislaufkrankheiten erreicht werden.

Das Alter selbst ist eigentlich kein Risikofaktor, obwohl die Häufigkeit von Herzkreislaufkrankheitenbei älteren Menschen natürlich zunimmt. Dies liegt aber allein daran, dass ältere Menschen über einen längeren Zeitraum den ursächlichen Risikofaktoren ausgesetzt waren als jüngere Menschen. Insofern zeigt zwar das Alter ein erhöhtes Risiko an, es ist aber kein unabhängiger Risikofaktor.Ältere Menschen ohne wesentliche Risikofaktoren weisen meist ein sehr „junges Gefäßsystem“ auf. In letzter Zeit versucht man deshalb, anstelle des eigentlichen Lebensalters mittels neuer bildgebender Verfahren (Ultraschall, Computertomografie) das biologische Alter der Gefäße zu erfassen.

Einfluß der Risikofaktoren

letzte Aktualisierung: 04.02.2010
Autor - PD Dr. med. A. Schmermund 
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