Behandlung der Risikofaktoren der arteriellen Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit)
Verursacht und verschlimmert wird die arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit) vor allem durch das Zusammenspiel mehrerer
Risikofaktoren:
Rauchen,
Diabetes mellitus, hohe Blutfettwerte, hoher
Blutdruck, Übergewicht und Bewegungsmangel.
Gehtraining bei der arteriellen Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit)
Mit etwas mehr Bewegung im Alltag kann jeder der arteriellen Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit) vorbeugen oder im Frühstadium entgegenwirken: Jede Bewegung verbessert die Durchblutung und senkt das Risiko, einen Gefäßverschluss im Bein zu erleiden. Strukturiertes Gehtraining kann ein Fortschreiten der Krankheit verhindern. Empfohlen werden mindestens dreimal pro Woche 30 bis 60 Minuten gehen: Rasches Gehen bis Schmerzen einsetzen – das ist die freie Gehstrecke – dann eine Minute Ruhepause, dann 90 Prozent der Strecke wieder gehen. Dieses Gehtraining wiederholen Patienten mit arterieller Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit) eine halbe, später eine Stunde lang.
Medikamentöse Therapie bei der arteriellen Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit)
Medikamente, die die Gerinnung hemmen, sind ein Muss in der
Therapie der arteriellen Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit). So genannte Thrombozytenfunktionshemmer (ASS oder Clopidogrel) verhindern, dass die Blutplättchen im Gefäß verklumpen und lebensgefährliche Blutgerinnsel bilden. Diese Medikamente schützen vor lebensbedrohlichen Gefäßverschlüssen,
Herzinfarkt und
Schlaganfall. Sie müssen regelmäßig und unter Umständen lebenslang nach den ärztlichen Anweisungen eingenommen werden.
Kathetertherapie bei der arteriellen Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit)
Wenn eine medikamentöse
Therapie sowie Gehtraining nicht zur
Therapie der arteriellen Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit) ausreichen, kann der Gefäßmediziner die Gefäße mit einem Ballon dehnen. Bei dieser Kathetertherapie wird unter örtlicher Betäubung eine Gefäßdarstellung mit Kontrastmittel durchgeführt. Gleichzeitig behandelt der Gefäßmediziner die Arterie mit einem
Katheter. Während dieser so genannten
PTA (Perkutane transluminale Angiolplastie) wird unter örtlicher Betäubung in der Leiste die Beinschlagader punktiert und ein Ballonkatheter im Gefäß durch die Verengung geschoben. Dort wird der Ballon mit einem Druck bis zu 12 ATÜ aufgeblasen, um die Kalkablagerung an die Gefäßwand zu pressen. Dadurch wird die Verengung beseitigt und das Blut kann wieder ungehindert fließen. Bei größeren Verschlüssen wird dabei gleichzeitig ein flexibles Drahtnetz (Stent) platziert, damit der Kalk nicht mehr ins Gefäßinnere hineinwachsen kann. So bleibt das Gefäß dauerhaft offen.
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Operation bei der arteriellen Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit)
Eine Operation wird erforderlich, wenn die schmerzfreie Gehstrecke nur noch kurz ist, Fuß oder Bein bei Ruhe schmerzen, kleine Wunden an der schlecht durchbluteten Stelle nicht mehr heilen und eine Kathetertherapie nicht möglich ist. Die verengte oder verschlossene Arterie kann dann durch eine Operation eröffnet werden oder es wird eine „Umleitung“ um die Engstelle gelegt (Bypass).
Gefäßzentren, in denen Angiologen, Gefäß
chirurgen und Radiologen zusammen arbeiten, können Patienten mit arterieller Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit) optimal betreuen. Eine Liste zertifizierter Gefäßzentren findet man bei den medizinischen Fachgesellschaften (Angiologie: DGA; Gefäß
chirurgie: DGG; Radiologie: DRG)
Das Leben mit arterieller Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit)
Ziele nach einer Kathetertherapie oder einer Operationen ist es, dass die Arterien offen bleiben. Der Patient muss regelmäßig vom
Hausarzt oder Gefäßmediziner untersucht werden. Arzt und Patient arbeiten gemeinsam an einer gesunden Lebensführung: Verzicht auf Nikotin, gesunde Ernährung und Bewegung sind die Eckpfeiler. Auch in der Nachsorge ist Gehtraining, am besten in einer Gefäßsportgruppe, dringend empfehlenswert.
letzte Aktualisierung: 27.05.2012
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Artikelinformationen zu Verschlusskrankheit der Beingefäße (Schaufensterkrankheit)