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Ventrikuläre Tachykardien - Hintergrund / Einleitung

Fallbeispiel für ventrikuläre Tachykardien


Bei einem 25-jährigen Busfahrer fallen erstmals anlässlich der jährlichen betriebsärztlichen Untersuchung so genannte ventrikuläre Extrasystolen, zusätzliche Herzschläge aus der Herzhauptkammer auf. Er selbst bemerkt schon seit Jahren gelegentlich Herzstolpern, hat dem aber keine Bedeutung beigemessen, im EKG waren die Herzrhythmusstörungen bisher nie erfasst worden.

 

Es erfolgt jetzt ein Belastungs-EKG, bei dem ausgeprägte Herzrhythmusstörungen aus den Herzkammern, so genannte ventrikuläre Tachykardien auftreten. Eine gründliche kardiologische Untersuchung wird in die Wege geleitet, aus dem Busfahrdienst wird er sofort herausgenommen. Außer den Herzrhythmusstörungen finden sich am Herzen keine Auffälligkeiten. Eine medikamentöse Therapie mit einem Beta-Blocker muß abgebrochen werden wegen Nebenwirkungen mit ausgeprägter Müdigkeit und Abgeschlagenheit. In einer Langzeit-EKG-Registrierung zeigen sich sehr häufige ventrikuläre Tachykardien. Eine elektrophysiologische Untersuchung wird durchgeführt. Durch Gabe von Stresshormon können die Herzrhythmusstörungen provoziert werden, der Ursprungsort kann in den Ausflussteil der rechten Herzhauptkammer lokalisiert werden. Dort gelingt die Ablationsbehandlung. Anschließende Langzeit- und Belastungs- EKG-Untersuchungen sind völlig unauffällig.

letzte Aktualisierung: 14.05.2012

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Dr. med. Britta Schulte-Hahn

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