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Plötzlicher Herztod (Sekundentod, Sudden Cardiac Death) - Behandlung / Therapie

Plötzlicher Herztod - Behandlung


Die Behandlung eines plötzlich eingetretenen Herz-Kreislauf-Stillstandes, der unbehandelt in fast allen Fällen zum plötzlichen Herztod führt, folgt den aktuellen Leitlinien zur kardiopulmonalen Reanimation. Änderungen der Leitlinien in den letzten Jahren führten dazu, dass die Anweisungen einfacher, einheitlicher und auch durch Laien besser umsetzbar sind:
  • Verhältnis von Thoraxkompression zu Beatmungsinsufflation einheitlich für alle Situationen 30 : 2
  • bei Ablehnung der Beatmung durch den Retter auch alleinige Herzdruckmassage möglich
  • Frühzeitiger Einsatz der Elektrotherapie durch Applikation automatischer oder halbautomatischer externer Defibrillatoren (AED)


Entsprechend der AHA- und ILCOR-Empfehlungen sollte die elektrische Defibrillation innerhalb von 5 Minuten nach Alarmierung des Retttungsdienstes bei außerhalb des Krankenhauses beobachtetem Herzkreislaufstillstand (Empfehlungsgrad I) und innerhalb von 3 Minuten nach einem in einer medizinischen Einrichtung beobachteten Herzkreislaufstillstand (Empfehlungsgrad I) erfolgen. Dabei lässt sich die frühestmögliche elektrische Therapie oft nur durch Frühdefibrillation durch Rettungsassistenten (Empfehlungsgrad IIa) bzw. durch Frühdefibrillation mittels AED durch trainierte Laien erreichen. Deshalb wurden und werden AED an frequentierten Orten wie Flughäfen, Fußballstadien, Massenkundgebungen u. Ä. mit vergleichsweise hoher Inzidenz des plötzlichen Herztodes mitgeführt bzw. installiert.

Die Versorgung von Hochrisikopatienten mit automatischen externen Defibrillatoren im häuslichen Umfeld hat sich aus unterschiedlichen Gründen nicht durchgesetzt. Insgesamt sind noch eine Reihe von logistischen Problemen beim Einsatz von AED zur Behandlung des akuten Herzkreislaufstillstandes zu lösen. Prinzipiell gilt, dass das Zeitintervall von Beginn des Herzkreislaufstillstandes bis zur Einleitung effektiver Reanimationsmaßnahmen maßgeblich das Überleben bestimmt. Dabei kommt dem Engagement der sog. Ersthelfter (noch vor Eintreffen des Notarztwagens) besondere Bedeutung zu. Für die Prognose des Patienten ist die elektrische Defibrillation das entscheidende therapeutische Verfahren, was so schnell wie möglich erfolgen sollte. Das Zeitintervall zwischen Einsetzen der Rhythmusstörung (Kammerflimmern) und Defibrillation ist die entscheidende Größe für die Prognose.
letzte Aktualisierung: 15.05.2012

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