Koronare Herzkrankheit (KHK)
Die koronare Herzkrankheit (KHK) bedeutet die Manifestation der sogenannten Atherosklerose an den Herzkranzgefäßen. Das häufigste Symptom der koronaren Herzkrankheit ist die Angina pectoris (Brustschmerz). Das Risiko eines raschen Fortschreitens der Atherosklerose und damit der koronaren Herzkrankheit lässt sich mit relativ einfachen Maßnahmen deutlich reduzieren.
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| Abb. 1: Das menschliche Herzkranzgefäßsystem |
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Was ist die koronare Herzkrankheit (KHK)?
Die
koronare Herzkrankheit ist die Manifestation der sogenannten Atherosklerose an den Herzkranzgefässen (Koronararterien, Abb. 1). Sie führt über zahlreiche Ursachen zu einer Durchblutungsstörung des Herzmuskels. Dies wiederum kann Brustschmerzen (Angina pectoris) verursachen oder auch ernsthafte Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen, plötzlichen Herztod oder eine Herzmuskelschwäche nach sich ziehen. Der Krankheitsverlauf kann aber auch klinisch stumm verlaufen.
Epidemiologie der Atherosklerose und koronaren Herzkrankheit (KHK)
Die durch die Atherosklerose verursachten Erkrankungen sind die derzeit häufigsten Todesursachen bei Männern ab dem 40. und bei Frauen ab dem 50. Lebensjahr. Die Todesrate am akuten
Herzinfarkt hat zwar durch die Möglichkeiten der modernen Kardiologie ab-, die Sterblichkeit der Folge chronischer Durchblutungsstörungen des Herzens aber zugenommen. Es gibt große Unterschiede von Land zu Land in der Häufigkeit des Auftretens der
koronaren Herzkrankheit und der durch sie verursachten Todesfälle.
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| Abb. 2: Entstehung einer atherosklerotischen Plaque durch Schädigung des Endothels, Einwanderung von Entzündungs- und glatten Muskelzellen |
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Ursachen und Entstehung der Atherosklerose und koronaren Herzkrankheit (KHK)
Die Atherosklerose kann als Verkalkung der Arterienwand verstanden werden. Die Arterien sind diejenigen Blutgefässe, die einer besonders hohen Druckbelastun
g ausgesetzt sind. Insbesondere die innere Schicht der mehrschichtigen Arterienwand muss sich an ständig wechselnde Bedingungen anpassen. Diese innere Schicht wird als
Endothel bezeichnet. Ohne das
Endothel wäre die Zirkulation des Blutes nicht möglich, da wichtige Prozesse der sogenannten Blutgerinnung unter anderem durch das
Endothel reguliert werden.
Der Ausgangspunkt der Entstehung der Atherosklerose ist vermutlich immer eine Schädigung des Endothels, deren Ursachen vielfältig sein können (Abb. 2).
Neben erblichen Faktoren sind im Wesentlichen der
Bluthochdruck, Störungen des Fettstoffwechsels, Übergewicht, die Zuckerkrankheit, das
Rauchen, sowie weitere seltenere und in ihrer Bedeutung noch nicht abschließend verstandene Faktoren wie
Homocystein oder Lipoprotein (a) zu nennen.
Ob eine chronische bakterielle
Infektion an der Entstehung der Atherosklerose beteiligt ist, konnte bislang nicht überzeugend nachgewiesen werden. Insbesondere konnten Studien unter Einsatz von
Antibiotika keinen durchgreifenden Effekt nachweisen.
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Über zahlreiche, zum Teil komplizierte Mechanismen, führen die genannten Faktoren also zu einer Schädigung der inneren Schicht der Arterien und setzen den Prozess de
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| Abb. 3: Schwere Atherosklerose am pathologischen Präparat der Hauptschlagader (Aorta) |
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r Atherosklerose in Gang.
Eine Einwanderung von kleinsten, sogenannten glatten Muskelzellen aus der Media in die Intima, sowie spezialisierten Transportpartikeln von
Cholesterin führt zur Entstehung der sogenannten atherosklerotischen
Plaque.
Entzündliche Prozesse spielen hierbei eine wichtige Rolle, so zeigen erhöhte Entzündungsmarker wie das C-reaktive Protein ein erhöhtes Sterblichkeitsrisiko bei Blutzuckerkranken an und sind beim akuten
Herzinfarkt fast immer im Blut erhöht nachweisbar.
Die Zusammensetzung der atherosklerotischen
Plaque, vor allem aber das Verhältnis von abgestorbenem Zellmaterial (Nekrosen) im Zentrum der
Plaque und bindegewebigen Deckplatten bestimmen das Risiko einer Plaqueruptur und die Entstehung eines akuten Herzinfarktes.
In der Regel aber schreitet die Atherosklerose der Herzkranzgefässe (
koronare Herzkrankheit) langsam fort und zwar zumeist diskontinuierlich, d.h. über Wachstumsschübe, was eine sichere Wachstumsprognose der Erkrankung allein aus angiographischen (d.h. Darstellung der Herzkranzgefässe mit Hilfe des Herzkatheters (s.u.)) Informationen erschwert.
letzte Aktualisierung: 27.05.2012
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